Hamburger brauchen Geduld: Nächste Woche streiken erneut U-Bahnen und Busse
Hamburg - Die Streiks im öffentlichen Nahverkehr gehen weiter. Auch in der nächsten Woche müssen Hamburger mit erheblichen Einschränkungen bei U-Bahnen und Bussen rechnen.
Verdi ruft zu sogenannten "Wellenstreiks" auf, deswegen drohen in Hamburg am kommenden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Einschränkungen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, teilte die Gewerkschaft mit.
Laut der Gewerkschaft sollen Fahrgäste durch die "Wellenstreiks" weniger Probleme bekommen. Denn es seien immer nur einzelne Gewerke bei Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Holstein (VHH) von den Streiks betroffen.
Welche U-Bahn und Buslinien genau betroffen sind, will Verdi jeweils einen Tag vorher bekanntgeben. Fahrgäste sollen, wenn möglich auf S-Bahnen ausweichen, diese seien nicht vom Streik betroffen. Auch die Fähren der HADAG sollen weiterhin fahren.
Grund für die Streiks sind die noch immer andauernden Tarifverhandlungen. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent bei der Hochbahn.
Die VHH habe ein Angebot vorgelegt, welches Verdi jedoch nicht als zufriedenstellend erachtet.
Hochbahn reagiert mit Unverständnis auf Streiks
Die Hochbahn reagiert mit Unverständnis auf die angekündigten Wellenstreiks: "Wir haben uns mit Verdi auf einen konkreten Verhandlungsfahrplan verständigt. Ein Streik vorher ist unnötig und nicht konstruktiv", so Hochbahn-Arbeitsdirektorin Saskia Heidenberger.
Für den 20. und 24. Februar sind die nächsten Verhandlungen geplant.
Titelfoto: Bodo Marks/dpa
