Bierernster Tarif-Streit: Dutzende Oettinger-Beschäftigte demonstrieren
Von Britta Schultejans
Oettingen - Im laufenden Tarifkonflikt bei der bundesweit bekannten Brauerei Oettinger will die Gewerkschaft NGG Öffentlichkeit und Politik auf ihre Seite ziehen.
Alles in Kürze
- Dutzende Oettinger-Beschäftigte demonstrieren in Oettingen.
- Gewerkschaft NGG fordert fairen Tarifabschluss.
- Oettinger leidet unter Absatzrückgängen.
- Zweigbrauerei in Braunschweig soll schließen.
- Warnstreik und scharfe Angriffe eskalieren den Konflikt.

Bei einer Kundgebung am Hauptsitz der Brauerei im bayerischen Oettingen demonstrierten Dutzende Beschäftigte für einen "fairen Tarifabschluss".
Laut Polizei blieb es bei der Aktion ruhig, wie viele Teilnehmer dabei waren, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen.
Oettinger hat bundesweit vier Standorte mit insgesamt 880 Beschäftigten und leidet wie die meisten deutschen Brauereien unter Absatzrückgängen – weitere Schrumpfung erwartet.
Im kommenden Jahr will das Unternehmen deswegen seine Zweigbrauerei in Braunschweig schließen, dort arbeiten 130 Beschäftigte.
Die laufende Tarifrunde in dem Unternehmen eskalierte in dieser Woche mit einem tagelangen Warnstreik und wechselseitigen scharfen Angriffen.
Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) wirft der Geschäftsführung vor, unzumutbare Einschnitte zu planen, die Geschäftsführung wiederum warf den Arbeitnehmervertretern Realitätsverlust vor.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa