Kitas und Schulen dicht? Warnstreik in Berlin
Von Sarah Knorr
Berlin - An manchen Schulen, kommunalen Kitas und Hochschulen in Berlin sind am Donnerstag Tarifbeschäftigte im Streik. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sie dazu aufgerufen.
Einschränkungen könne es zum Beispiel in den Kitas und bei der Nachmittagsbetreuung geben, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft. Zudem könnten einzelne Schulstunden ausfallen. In Berlin werden demnach zwischen 2000 und 2500 Streikteilnehmer erwartet.
Beim bundesweiten Aktionstag der GEW sind alle Beschäftigten zum Streik aufgerufen, für die der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder gilt. Dazu zählen auch studentische Mitarbeiter an Hochschulen.
Nicht an den Tarifvertrag gebunden sind unter anderem Kitas in freier Trägerschaft. Wegen der hohen Zahl der Verbeamtungen können auch viele Lehrkräfte an staatlichen Schulen nicht streiken.
Um 11 Uhr soll eine Demonstration am Hermannplatz beginnen. Für 12.15 Uhr ist eine Kundgebung am Oranienplatz geplant, bei der auch die GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern sprechen soll. Nach Angaben der Polizei wurden 3000 Menschen zu der Demonstration mit der Kundgebung angemeldet.
In den Tarifverhandlungen fordern die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Geld im Monat, mindestens aber 300 Euro. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zu der auch Berlin gehört, wies das als unbezahlbar zu hoch zurück. Für 11. bis 13. Februar ist die dritte Verhandlungsrunde geplant.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa
