Warnstreiks an Schulen in NRW: Was Eltern bei Unterrichtsausfall machen sollten
Von Volker Danisch
Essen/Köln - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für Donnerstag bundesweit zu Warnstreiks an Schulen aufgerufen. Auch in Nordrhein-Westfalen gilt das für alle Regionen, nachdem es vor gut einer Woche Warnstreiks an Schulen in einigen Städten des Bundeslandes gab.
Laut GEW kann es auch zu Unterrichtsausfällen kommen. Eine Notbetreuung wird in solchen Fällen nach Angaben der Gewerkschaft vor Ort ermöglicht.
Bei den Warnstreiks an den Schulen geht es nicht nur um angestellte Lehrkräfte. Die Aktionen beziehen auch etwa Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter ein. Landesweit gibt es laut Gewerkschaft rund 40.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte. Die Mehrheit der Lehrer in NRW ist verbeamtet.
Das Schulministerium rät Eltern, auf Informationen der Schule zu achten. Die Schulen seien bemüht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der Schüler sicherzustellen. Beamtete Lehrkräfte dürften sich nicht an Streiks beteiligen und stünden grundsätzlich weiter zur Verfügung.
GEW und Verdi fordern für Tarifbeschäftigte der Bundesländer sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr.
GEW-Landesvorsitzende spricht bei Kundgebung in Köln: "Die Geduld ist begrenzt"
Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte bereits wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar in Potsdam geplant.
Die GEW-Landesvorsitzende Ayla Celik will am Aktionstag in Köln auf einer Kundgebung sprechen. "Diese Warnstreiks sind ein klares Zeichen: Die Geduld ist begrenzt", erklärte sie nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde.
Über die Bedeutung von Bildung herrsche politisch Einigkeit: Beste Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, starke Hochschulen, exzellente Lehre und Forschung.
"Wer diese Ziele ernst nimmt, muss die Menschen, die Bildung täglich möglich machen – in Kitas, Schulen und Hochschulen – angemessen bezahlen und ihnen verlässliche Arbeitsbedingungen garantieren!", betonte die GEW-Landeschefin.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

