Von Matthias Arnold
Berlin - Nach dem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER ist der Passagier-Flugbetrieb am Morgen wieder angelaufen.
Die ersten Flugzeuge hoben gegen 6 Uhr in Schönefeld ab, wie aus den Fluginformationen auf der Internetseite des BER hervorgeht. Darunter waren Flüge nach Paris, Catania und Mailand.
Gerechnet werde mit rund 80.000 Passagieren und damit einem normalen Verkehrstag, teilte die Flughafen-Gesellschaft am Mittwochabend mit. Im Tagesverlauf seien etwa 570 Flüge geplant, hieß es. Airlines hätten bisher insgesamt 29 zusätzliche Starts und Landungen angesetzt, um Reisende zu befördern, die am Mittwoch wegen des Warnstreiks nicht fliegen konnten.
Der Passagier-Betrieb war am Mittwoch aufgrund des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi vollständig lahmgelegt. Fast 450 Starts und Landungen fielen aus, Zehntausende Fluggäste waren betroffen.
Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) erhöhen.
Verdi fordert für die rund 2000 FBB-Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe oder Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Woche Mittwoch angesetzt.