Streik in Magdeburger Kino: Mitarbeitern wird nur fünf Cent mehr geboten

Magdeburg - Kinobesucher in Magdeburg müssen am Donnerstag mit Einschränkungen rechnen oder ihre Freizeit umplanen. Es wird gestreikt.

Besucher des "CineStar" Magdeburg müssen am Donnerstag mit Einschränkungen oder gar ausfallenden Filmvorführungen rechnen. (Symbolbild)
Besucher des "CineStar" Magdeburg müssen am Donnerstag mit Einschränkungen oder gar ausfallenden Filmvorführungen rechnen. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Die Gewerkschaft ver.di ruft ab sofort alle Mitarbeiter der Kinokette "CineStar" in Magdeburg zum Warnstreik auf. In der Landeshauptstadt betrifft dies den Standort am Pfahlberg.

Gestreikt werden soll vorerst bis zum Freitagmorgen um 3 Uhr. Es ist die inzwischen zweite Arbeitsniederlegung der Woche. Laut ver.di gestalten sich die bisherigen Tarifverhandlungen schwierig.

"Nach nunmehr zwei Verhandlungsrunden hat CineStar gerade einmal ein Angebot in Höhe von fünf Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn als Einstiegsgehalt vorgelegt", sagte Lucas Munzke vom ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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"Der Arbeitgeber sagt, Kino sei ein Niedriglohnsektor und wer mehr wolle, könne ja woanders arbeiten", heißt es weiter.

Mitarbeiter und Gewerkschaft verstehen allerdings nicht, weshalb Geld für den Ausbau von Kinosälen vorhanden ist, doch beim Lohn für die Angestellten, die vor allem für die dafür nötigen Einnahmen sorgen, gehe es nicht voran.

Das fordern Gewerkschaft und Mitarbeiter

Diese Forderungen stellen die Kinomitarbeiter und die Gewerkschaft ver.di an CineStar:

  • Die Tarifgehälter werden in der Eingangsstufe um 3 auf 16 Euro angehoben

  • Für Mitarbeiter, die länger als 10 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 3,50 Euro angehoben

  • Für Mitarbeiter, die länger als 25 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 4,50 Euro angehoben

  • Die prozentualen Abstände der übrigen Stufen werden beibehalten

  • Die Jahressonderleistung wird auf 880 Euro erhöht

  • Die Laufzeit beträgt 12 Monate

Mit dem Streik erhofft sich ver.di ein Einlenken der Kinokette in den aktuellen Tarifverhandlungen. Sollte es keine Reaktion geben, werde es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommen.

Titelfoto: Bildmontage: Fabian Sommer/dpa, Bodo Marks/dpa

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