Heute nur Notfallversorgung in NRW: Rund 1000 Ärzte streiken!

Köln - Der Marburger Bund hat Ärzte deutschlandweit zum Warnstreik aufgerufen. Auch in NRW wollen sich viele Beschäftigte an kommunalen Krankenhäusern beteiligen.

Bei den deutschlandweiten Protesten forderten die Ärztinnen und Ärzte in den vergangenen Wochen immer wieder mehr Geld - bislang kam es noch zu keiner Einigung. (Archivbild)
Bei den deutschlandweiten Protesten forderten die Ärztinnen und Ärzte in den vergangenen Wochen immer wieder mehr Geld - bislang kam es noch zu keiner Einigung. (Archivbild)  © Christophe Gateau/dpa

In Nordrhein-Westfalen wollen Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern am heutigen Dienstag erneut in einen Warnstreik treten - zusammen mit vielen Kollegen bundesweit. In NRW und Rheinland-Pfalz beteiligen sich im laufenden Tarifkonflikt diesmal voraussichtlich 33 Kliniken und gut 1000 Mediziner an der Aktion, wie ein Sprecher des Marburger Bunds sagte.

Die meisten wollten an der zentralen Kundgebung ab Mittag (13 Uhr) in Frankfurt teilnehmen. Die Gewerkschaft hatte zuletzt Ende März zu einer Arbeitsniederlegung aufgerufen. Es liege weiterhin noch kein Arbeitgeber-Angebot vor.

In NRW seien Klinikärzte der Standorte Bad Oeynhausen, Detmold, Bielefeld, Gelsenkirchen, Neuss und Marl beteiligt, hieß es. In Neuss wollten sich weitere rund 100 Beschäftigte zum lokalen Warnstreik vor der Klinik treffen.

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Die Notfallversorgung sei gewährleistet, versicherte der Marburger Bund. Aufschiebbare Operationen sollen hingegen ausfallen.

Marburger Bund fordert rückwirkend einen Inflationsausgleich

Mit dem erneuten Warnstreik soll der Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Runde am 22. Mai steigen. Der Marburger Bund fordert für die bundesweit rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken rückwirkend einen Inflationsausgleich und eine lineare Erhöhung der Gehälter um 2,5 Prozent.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände lehnt das als überzogen ab.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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