Tattoo-Elite trifft sich in Frankfurt: 400 Szene-Stars stechen live

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Von Lea Winkler

Frankfurt am Main - Von Augen-Tattoos bis Philosophen auf der Haut: Die "Gods of Ink"-Convention in Frankfurt bringt Tattoo-Elite und Fans aus aller Welt zusammen. Sie zeigen, wie weit Körperkunst gehen kann.

Victoria aus Thüringen hat sich sogar ihre Augen bereits tätowieren lassen.
Victoria aus Thüringen hat sich sogar ihre Augen bereits tätowieren lassen.  © Boris Roessler/dpa

Surrende Nadeln, konzentrierte Blicke und Haut als Leinwand: Bei der Tattoo-Convention "Gods of Ink" ("Götter der Tinte") trifft sich am Wochenende die internationale Szene auf der Messe Frankfurt.

Rund 400 geladene Tätowierer aus aller Welt arbeiten dort live vor Publikum. Bereits zum Auftakt waren ungefähr 1.500 Besucher gekommen.

Tätowiererin Victoria aus Thüringen hat ihren Körper nahezu vollständig tätowiert, sogar die Augen. Die Eingriffe empfinde sie nicht als direkt schmerzhaft, man brauche jedoch mentale Stärke, sagt sie. "Man darf ja nicht einfach weggucken."

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Trotz der intensiven Erfahrungen stehe für sie der Austausch im Vordergrund. "Ich freue mich, so viele neue Eindrücke zu sehen", sagt sie. Vielleicht lasse sie sich auch spontan noch tätowieren – "geplant ist es nicht, aber man weiß ja nie".

Andrew aus Spanien fällt neben seinen Kopftattoos durch zahlreiche Gesichtspiercings und eine gespaltene Zunge auf. Er ist zum dritten Mal als tätowiertes Model dabei. "Es wird großartig – das ist es eigentlich immer", sagt er.

Tattoo-Fans aus aller Welt strömen nach Frankfurt

Andrew aus Spanien hat zahlreiche Tattoos am Kopf, aber auch eine gespaltene Zunge.
Andrew aus Spanien hat zahlreiche Tattoos am Kopf, aber auch eine gespaltene Zunge.  © Boris Roessler/dpa

Andere Besucher tragen ihre Kunstwerke wie eine Visitenkarte. Aaron aus Schottland zeigt Tätowierungen antiker Philosophen – oder, wie er selbst sagt, "vielleicht auch einfach drei alte Männer".

Ob es sich tatsächlich um Sokrates, Aristoteles und Seneca handele, sei zweitrangig: Entscheidend sei der Künstler hinter den Motiven.

Die Convention findet zum vierten Mal in Frankfurt statt und gilt als eine wichtige Veranstaltung der Szene. Künstler werden extra für die Veranstaltung ausgewählt und eingeladen.

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Bis Sonntag erwartet der Veranstalter rund 10.000 Besucherinnen und Besucher. Neben Live-Tätowierungen gibt es Ausstellungen, Performances und Wettbewerbe.

Im Mittelpunkt steht laut Veranstalter weniger der Trend als vielmehr handwerkliche Exzellenz, Respekt und die internationale Gemeinschaft der Tattoo-Kunst.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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