Bartagame allein in der Kälte zurückgelassen: Reptil wäre fast erfroren

Hailsham (England) - Letzte Rettung für ein ausgesetztes Reptil: Die Bartagame Dave konnte in letzter Minute vor dem Kältetod bewahrt werden.

Ausgesetzt in der Kälte Großbritanniens hätte Dave nicht lange überlebt. Inzwischen geht es ihm wieder besser.
Ausgesetzt in der Kälte Großbritanniens hätte Dave nicht lange überlebt. Inzwischen geht es ihm wieder besser.  © RSPCA

Wie die BBC berichtet, wurde das Schuppenkriechtier von einem Spaziergänger auf einem Cricket-Platz in Hailsham im südlichen England gefunden.

Das arme Tier war von seinem Besitzer offenbar dort ausgesetzt worden - mitten in der frostigen Kälte.

Der Bürger, der die kleine Echse fand, verständigte die Tierschutzorganisation RSPCA. Diese nahm das Tierchen in seine Obhut und gab ihm den Namen Dave.

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Bartagamen sind mittelgroße Echsen, die in Australien beheimatet sind. Sie sind endotherm, können also keine eigene Körperwärme erzeugen und brauchen daher hohe Temperaturen zum Überleben.

"Wenn sie in diesem Land gehalten werden, benötigen sie eine Wärmelampe, um die Temperatur hochzuhalten. Hätte man ihn nicht gefunden, wäre er schon bald dem Tod geweiht gewesen", sagte eine Mitarbeiterin der RSPCA.

Sie ergänzte: "Wir wissen, dass die Zeiten im Moment hart sind - gerade jetzt, wo die Preise steigen. Aber wir bieten Besitzern exotischer Tiere spezielle Ratschläge und Unterstützung an."

Bartagamen sind tagaktive Echsen in der Tierklasse der Reptilien. Sie benötigen Wärme, um zu überleben.
Bartagamen sind tagaktive Echsen in der Tierklasse der Reptilien. Sie benötigen Wärme, um zu überleben.  © tumskaia/123RF

Die RSPCA sucht nun nach Hinweisen und Informationen, wie die Echse in den Park gelangen konnte und wer sie möglicherweise dort ausgesetzt hat.

Titelfoto: RSPCA

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