Eskalation nach Orca-Interaktionen! Wurde dieses Tier von Kugeln getroffen?

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Spanien - Seit 2020 kommt es zu Interaktionen von Orcas, bei denen Boote teils versenkt werden. Jetzt könnten sich Seefahrer mit einer rabiaten Methode gewehrt haben.

Sind es Schusswunden? Die Aufnahme dieser Rückenflosse sorgt für Aufregung.
Sind es Schusswunden? Die Aufnahme dieser Rückenflosse sorgt für Aufregung.  © Facebook/orcas.pt

Sind es etwa Einschusslöcher, die auf der Rückenflosse dieses Orcas zu sehen sind? Das Bild wurde von der Plattform Orcas.pt veröffentlicht und Angaben zufolge durch Partner der Organisation aufgenommen.

Es soll sich um die Rückenflosse des Schwertwals "Toni" handeln, des ältesten bekannten Orcas der iberischen Population.

"Einige Mitglieder der Community haben vermutet, dass diese Spuren durch Schüsse verursacht worden sein könnten, während andere von natürlichen Ursachen ausgehen", heißt es.

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Wie der Segelreporter berichtet, soll Orca-Forscher Francisco Martinho sich bereits zu dem Vorfall geäußert haben.

Demnach würde es Augenzeugen geben, die den Vorfall beobachtet hätten. Eine offizielle Bestätigung gebe es allerdings nicht.

Der Ton wird rauer

Ende Juli wurden vor der Küste Spaniens vier Schiffe an einem Tag angegriffen, eines konnte nicht gerettet werden und sank.
Ende Juli wurden vor der Küste Spaniens vier Schiffe an einem Tag angegriffen, eines konnte nicht gerettet werden und sank.  © Salvamento Marítimo

In den Foren und den sozialen Medien wird der Tonfall jedenfalls rauer.

"Wenn ich in dem Gebiet segeln gehe und die Orcas mir zu nahe kommen, dann hole ich die Pumpgun raus und knalle die Biester ab", heißt es beispielsweise in einem Facebook-Kommentar.

Dass die vom Aussterben bedrohten Iberischen Orcas unter strengem Schutz stehen, spielt in derlei Überlegungen offenbar keine Rolle.

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Es mehren sich auch die Vorschläge, auf Segelreisen in Risikogebieten Pyrotechnik oder sogenannte Pinger mitzunehmen. Letztere sollen Wale durch akustische Signale auf Abstand halten.

Im August 2023 wurde bereits ein Fall dokumentiert, bei dem eine Crew vor Tarifa (Spanien) mit Böllern oder anderer Pyrotechnik Orcas verscheucht hat.

Der Einsatz von Pingern und Pyrotechnik ist allerdings laut der Deutschen Stiftung Meeresschutz verboten.

Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel

Seit 2020 kommt es immer wieder zu Interaktionen von Orcas und Segelschiffen.
Seit 2020 kommt es immer wieder zu Interaktionen von Orcas und Segelschiffen.  © -/kyodo/dpa

Die Interaktionen scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. 21 Attacken in den vergangenen 20 Tagen rund um die Iberische Halbinsel zählt die Plattform Orcas.pt.

Insgesamt wurden seit 2020 weit über 700 Interaktionen dokumentiert.

In den meisten Fällen machen sich die Tiere an den Ruderblättern zu schaffen, was in einigen Fällen zu Wassereinbruch und dem Verlust des Bootes führt.

Mit diesen Handlungen stellen die Meeressäuger die Wissenschaftler vor Rätsel. Bislang kann kein Forscher Antwort auf die Frage liefern, was die Tiere zu diesem Handeln antreibt.

Die meisten Experten halten spielerisches Sozialverhalten für die wahrscheinlichste Erklärung.

Titelfoto: -/Kyodo/dpa/Facebook/orcas.pt

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