Fast vier Monate nach "Timmy"-Tragödie: Jetzt landet die umstrittene Rettungsaktion im Landtag

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Von Helena Dolderer

Schwerin - Fast vier Monate nach der Bergung des vor Poel gestrandeten Buckelwals will sich am Mittwoch gegen 13 Uhr der Agrarausschuss des Landtags in Mecklenburg-Vorpommern in einer Sondersitzung mit der Aktion befassen.

Ende April wurde Buckelwal "Timmy" in einem gefluteten Lastschiff Richtung Nordsee transportiert.
Ende April wurde Buckelwal "Timmy" in einem gefluteten Lastschiff Richtung Nordsee transportiert.  © Philip Dulian/dpa

Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Landtagsfraktion.

Der Buckelwal war mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Gegen die Einschätzung von Fachleuten hatte Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) Mitte April überraschend grünes Licht für den Transportversuch einer privaten Initiative gegeben, die den Wal retten wollte.

Das Tier wurde in einer spektakulären, aber umstrittenen Aktion mit einer Art Lastkahn in die Nordsee transportiert und dort freigelassen. Mitte Mai wurde der Wal dann tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

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Die artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Schlupp, sagte, man erwarte von Umweltminister Backhaus volle Transparenz darüber, "welche fachlichen Gutachten seiner Entscheidung damals tatsächlich zugrunde lagen". 

Backhaus hatte vergangene Woche als Reaktion auf Medienberichte erklärt, dass der Rettungsversuch nach der geltenden Rechtslage nicht genehmigt werden musste, sondern allenfalls untersagt werden konnte.

"Eine Untersagung war rechtlich nur möglich, wenn wir uns sicher wären, dass der Rettungsversuch eindeutig unzulässig wäre", hatte er gesagt.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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