Förster von Bärenmutter attackiert, Sohn schießt: Jungtiere bleiben zurück
Ružomberok (Slowakei) - In der Slowakei kam es zu einem Bärenangriff, bei dem das Tier erschossen wurde und ihre Jungen als Waisen zurückblieben.
Wie das slowakische Online-Nachrichtenportal "The Slovak Spectator" berichtet, griff am Sonntag in einem Wald eine Bärenmutter einen Förster an, der gerade mit seinem Sohn Holzfällarbeiten kontrollierte.
Laut dem stellvertretenden Umweltminister Filip Kuffa stürmte das Tier plötzlich von einem Felsabhang oberhalb eines Waldwegs auf den Mann zu und riss ihn einen Hang hinunter. Dabei wehrte die Bärin auch den Jagdhund des Försters, einen Westsibirischen Laika, ab, der versuchte, seinen Besitzer zu schützen.
Der Sohn des Mannes schoss schließlich aus Verzweiflung mehrfach mit seiner Kurzwaffe auf den Braunbären, wodurch das Tier letztlich getötet wurde.
Der verletzte Vater wurde daraufhin umgehend mit einer Bisswunde in ein Krankenhaus gebracht, während der Hund seinen Verletzungen erlag.
Die Bärenjungen werden nun im Zoo Bojnice aufgepäppelt
Nachdem klar wurde, dass es sich um eine säugende Bärenmutter handelte, begannen Naturschützer sofort mit der Suche nach ihren Jungen.
Die drei etwa einen Monat alten, noch blinden Bärenkinder wurden schließlich in unmittelbarer Nähe des Angriffsorts in ihrem Bau gefunden. Sie waren stark geschwächt, dehydriert und untergewichtig. Ohne die Aufnahme im Zoo Bojnice und die tierärztliche Versorgung hätten sie keine Chance gehabt.
Wie der Zoo mitteilt, wogen die Jungtiere zwischen 1,9 und 2,3 Kilogramm. "In diesem Alter sind sie noch vollständig auf Muttermilch und ständige Pflege angewiesen", erklärt der Zoo.
Alle drei bis vier Stunden, auch nachts, werden die Bären nun mit spezieller Milchersatznahrung gefüttert und ihr Gesundheitszustand wird sorgfältig überwacht.
Die nächsten Tage werden darüber entscheiden, ob die kleinen Bärenjungen überleben.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/ZOO BOJNICE

