Bei viel zu hohen Temperaturen: Besitzer setzen Hunde einfach auf Friedhof aus

Irvine (Kalifornien/USA) - Womit hatten diese armen Hunde das nur verdient? Ihre ehemaligen Besitzer haben die Vierbeiner vor einigen Tagen einfach auf einem Friedhof ausgesetzt - und sind danach spurlos verschwunden.

Das Übergangszuhause der Hunde: ein Friedhof in Kalifornien.
Das Übergangszuhause der Hunde: ein Friedhof in Kalifornien.  © Instagram/Screenshot/logans_legacy29

Wie Suzette Hall auf ihrem Instagram-Account berichtete, mussten die Fellnasen daraufhin ganze drei Tage umherirren – völlig verwirrt von ihren neuen Lebensumständen.

Als die Tierretterin auf die beiden aufmerksam wurde, wusste sie sofort, dass sie helfen musste. Nicht nur waren auf dem Friedhof auch Kojoten unterwegs – auch stiegen die Temperaturen im US-Bundesstaat Kalifornien zuletzt auf ganze 33 Grad.

"Sie hatten kein Futter, kein Wasser. Nichts. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie verängstigt und einsam sie gewesen sein müssen", schrieb Hall weiter.

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Kaum war sie am Fundort der Hunde angekommen, brach ihr Herz dann noch einmal mehr: Es war bereits tief in der Nacht, der Friedhof war geschlossen. Ihr blieb also nichts anderes übrig – sie musste die Rettung vertagen.

"Wir konnten nichts tun, als zu beten. Beten, dass sie die Nacht überleben würden", schrieb sie weiter. "Wir haben kaum geschlafen, haben einfach nur gehofft - und gefleht -, dass sie am nächsten Morgen noch am Leben sein würden."

Die beiden Hunde wussten nicht, wie ihnen geschah.
Die beiden Hunde wussten nicht, wie ihnen geschah.  © Instagram/Screenshot/logans_legacy29

Hunde vertrauen ihrer Retterin sofort

Suzette Hall rettete die Fellnasen aus ihrer misslichen Lage.
Suzette Hall rettete die Fellnasen aus ihrer misslichen Lage.  © Instagram/Screenshot/logans_legacy29

Und tatsächlich: Als Hall am nächsten Tag mit einer Freundin im Schlepptau wieder am Friedhof angelangte, lagen die Tiere unter einem Baum.

Sofort bauten die beiden Frauen eine kleine Falle auf, bespickten sie mit Leckerlis. Daraufhin dauerte es nicht mehr lange: "Sie waren so hungrig. Sie rannten sofort hinein. Ohne zu zögern."

Anschließend machte sich Hall mit ihren Schützlingen auf den Weg zum Tierarzt und spürte dabei, wie ihr Tränen in die Augen stiegen:

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"Mein Herz sprudelt über vor Glück", führte sie weiter aus. "Niemals wieder werden die beiden irgendwo ausgesetzt und sich allein überlassen sein." Das hat sich die US-Amerikanerin nun zur Aufgabe gemacht.

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/Screenshot/logans_legacy29 (2)

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