Horror-Hunde-Handel gestoppt: Teils schwer kranke Welpen endlich in Sicherheit

Frankfurt am Main - Es ist einfach schrecklich, was diese kleinen Kerlchen bereits in ihren ersten Lebenstagen durchmachen mussten. Ein illegaler Hunde- und Welpenhandel wurde - zum Glück für die Vierbeiner - rechtzeitig ausgehoben.

Drei der insgesamt 27 beschlagnahmten Hunde sind sicher in den Händen eines Ordnungsamtsmitarbeiters untergekommen.
Drei der insgesamt 27 beschlagnahmten Hunde sind sicher in den Händen eines Ordnungsamtsmitarbeiters untergekommen.  © Ordnungsamt Frankfurt

Bereits am Mittwoch kam es in der hessischen Mainmetropole Frankfurt zu einer Intervention des städtischen Ordnungsamtes. Der Grund: Zahlreiche Hunde wurden den Fängen illegal agierender Händler entrissen. Der Zustand einiger Tiere war dabei besorgniserregend.

Wie ein Sprecher des Frankfurter Ordnungsamtes einen Tag nach dem Einsatz des Veterinäramtes der Behörde mitteilte, hätten die Beamten im Rahmen des Vollzugs eines richterlichen Beschlusses eine Wohnung im Stadtteil Oberrad durchsucht.

Schnell wurden sie dabei fündig - und mussten mitunter äußerst unschöne Szenen erleben. In der Wohnung, die als Aufenthaltsort für drei Frauen diente, fanden die Tierexperten und -retter insgesamt 27 Hunde, darunter vier ausgewachsene, neun Welpen und 14 jüngere Fellnasen.

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Mitunter befanden sich die Tiere in schrecklichem Zustand, waren zum Teil ungeimpft und schwer krank oder wurden ihren Müttern viel zu früh entrissen und verfügten nicht über die notwendigen Papiere. Mit den Hunden wollten die drei Frauen, denen bereits in anderen Landkreisen der Handel mit Tieren untersagt worden war, mächtig die Kasse klingeln lassen.

Die im Rahmen der Durchsuchung beschlagnahmten Vierbeiner, weitestgehend Rassehunde und überwiegend Australian Shepherd, sollten als Welpen zwischen 1200 und 1800 Euro über den Verkauf auf einschlägigen Online-Handelsplattformen einbringen.

Verkaufswert von 30.000 Euro: Ordnungsamt in Frankfurt am Main beschlagnahmte insgesamt 27 Tiere

Das Wohl der Tiere war hierbei lediglich zweitrangig. "Mit illegaler Hundezucht sowie dem rechtswidrigen Handel mit diesen Tieren werden große Umsätze generiert. Ich bin froh, dass unsere Amtstierärzte hier eingegriffen haben und die Tiere artgerecht und sicher unterbringen konnten", sagte Ordnungsamtsleiterin Karin Müller im Nachgang der Rettungsaktion.

Der Gesamtverkaufswert der Tiere hätte sich auf rund 30.000 Euro belaufen. Welche Strafe auf die drei Horror-Händlerinnen wartet, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Ordnungsamt Frankfurt

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