Hamburg/Winsen (Luhe) - Was für ein Abenteuer für die kleine Bella! Nach vier wilden Tagen konnte die Bundespolizei Hamburg den überglücklichen Besitzer ausfindig machen.
Am Sonntagmorgen hat die Bundespolizei den Chihuahua sichergestellt. Die Beamten haben an der S-Bahn-Station Reeperbahn einen gesuchten Straftäter erkannt, gegen den ein Haftbefehl vorlag.
Als die Einsatzkräfte zugriffen, trug der 58-Jährige die kleine Bella auf seinem Arm!
Die Liste der Straftaten des Mannes ist lang: Inverkehrbringen von Falschgeld in Tateinheit mit Betrug, versuchter gewerbsmäßiger Betrug, Diebstahl mit Waffen, Nötigung in Tateinheit mit Bedrohung sowie gewerbsmäßiger Diebstahl.
Da der Beschuldigte weder Angaben zum Hund noch zu den Eigentumsverhältnissen machen konnte, wurde die fünfjährige Hündin sichergestellt und an das Tierheim an der Süderstraße übergeben.
Dank der Recherchen der Bundespolizeiinspektion Hamburg konnte der Besitzer schließlich ausfindig gemacht werden.
Die Hündin sei laut Mitteilung der Bundespolizei am Freitag vom Wohnort in Winsen (Luhe) durch eine offen stehende Haustür ausgebüxt. Der Halter meldete sie bei der Polizei als vermisst.
Hündin an überglücklichen Besitzer übergeben
Als die Ermittler den 47-jährigen Besitzer anriefen, sei dieser sehr erleichtert gewesen. Er gab an, dass der Chihuahua gemeinsam mit dem Hund Mascha bei ihm wohne. Sowohl der Halter als auch Hundefreundin Mascha hätten Bella sehr vermisst.
Das freudige Wiedersehen gab es schließlich am Dienstag, als die abenteuerlustige Fellnase im Beisein der Bundespolizei ihrem überglücklichen Besitzer übergeben wurde.
Eine Untersuchung durch eine Tierärztin ergab, dass Bella ihren Ausflug schadlos überstanden hat.
Unterdessen hat die traute Zweisamkeit mit Bella für den 58-Jährigen weitere Konsequenzen.
Denn gegen ihn wird jetzt auch noch wegen der Unterschlagung des Tieres ermittelt. Wie die beiden zueinanderfanden, ist derzeit noch unklar.