Paducah (Kentucky, USA) - Eine Sache stach ihr sofort ins Auge: Als praktizierende Hunde-Friseurin war Kami Neihoff gleich das ungewöhnliche Fell von Mischling Dante aufgefallen. Die Frau aus Paducah in Kentucky hatte den Rüden im vergangenen Oktober aus dem Tierheim geholt. Doch auch sonst fragte sich die Besitzerin immer wieder, welche Hunde-Rassen wohl alle in ihm schlummern. Ein DNA-Test sollte Antworten liefern. Stattdessen war die Verwirrung danach perfekt.
"Ich (...) wollte unbedingt mehr über sein Fell erfahren, da es sich von allem unterscheidet, was ich bisher gesehen habe. Außerdem interessierte mich seine genetische Gesundheit, da ich seine Vorgeschichte nicht kannte", sagte Neihoff jetzt in einem Interview mit The Dodo.
Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt hatte das Frauchen bereits sechs DNA-Tests durchführen lassen. Zunächst hatte Neihoff ihr Glück bei dem Anbieter "Embark" versucht.
Nachdem dort der erste DNA-Test fehlgeschlagen war, bot man ihr zwei weitere gratis an. Doch auch diese lieferten keine Antworten. Deshalb bekam die Hunde-Friseurin ihr Geld komplett erstattet.
Aufgeben wollte Neihoff danach nicht. Stattdessen wandte sie sich an den Anbieter "Wisdom". Dort lieferten die ersten beiden Tests ebenfalls keine Ergebnisse. Aus diesem Grund ordnete man statt eines Speicheltests einen Bluttest an. Die Antworten, die dann folgten, waren kaum besser.
"Nachdem der Bluttest fehlgeschlagen war, kontaktierte ich Wisdom, weil ich mir nicht erklären konnte, wie das möglich war", erzählte Neihoff dem Tiermagazin.
Kami Neihoff bekommt dank The-Dodo-Bericht weitere Chance
"Ich habe tatsächlich eine E-Mail von der Laborleiterin erhalten. Sie hatte sich die Rohdaten angesehen und konnte mir endlich erklären, warum es so viele Fehlversuche gegeben hatte", fügte sie hinzu.
Demnach waren in einem frühen Stadium von Dantes Entwicklung zwei Embryonen miteinander verschmolzen. Deshalb verfügt der Hund über zwei verschiedene DNA-Sätze.
Die von den DNA-Laboren verwendeten Geräte konnten die beiden Sätze nicht voneinander trennen. Aus diesem Grund waren sämtliche Tests gescheitert. "Er hat ein etwas höheres Risiko für künftige Autoimmunprobleme, da sein Körper einen der beiden DNA-Sätze möglicherweise als fremd einstuft. Bislang ist er jedoch gesund", erklärte Neihoff.
Welche Rassen in Dante schlummern, ist allerdings weiterhin unklar. Aber: Es ist noch einmal Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Am Samstag meldete sich das Frauchen auf Facebook. Dort schrieb sie, dass ein Professor ihr eine weitere Untersuchung angeboten habe - gratis.
Es könnte also sein, dass in naher Zukunft doch noch Klarheit herrscht.