Ist es unhygienisch, Haustiere zu halten? Tipps für ein sauberes Zuhause

Dreck, Bakterien, Krankheitserreger: Für einige passen Hygiene und Haustiere nicht zusammen. Doch wenn man einige Punkte beachtet, kann man durchaus in einem hygienisch einwandfreien Haushalt zusammen mit Tieren leben.

Gerade junge Tiere machen anfangs häufig drinnen ihr Häufchen – Tierkot sollte man direkt entsorgen und die Stelle reinigen und desinfizieren.
Gerade junge Tiere machen anfangs häufig drinnen ihr Häufchen – Tierkot sollte man direkt entsorgen und die Stelle reinigen und desinfizieren.  © 123RF/belchonock

Wer ein armes Tier aus dem Tierheim erlöst, tut sich und dem Tier etwas Gutes. Haustiere können einen positiven Einfluss auf die Psyche haben. Außerdem können Kinder lernen, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen, sofern ihnen beigebracht wird, dass es Konsequenzen hat, wenn man das Tier nicht hegt und pflegt.

Es gibt viele gute Gründe, ein Haustier zu halten, doch sollte man sich klarmachen, dass es auch viel Arbeit ist, den Haustier-Haushalt sauber zu halten: Terrarium reinigen, Aquarium reinigen und neu befüllen, Katzenklo ausleeren, neues Heu in den Hasenkäfig legen und, und, und...

Natürlich ist die Angst vor unhygienischen Zuständen in den eigenen vier Wänden oder Krankheiten, die durch den Hund übertragen werden, nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Gefahren bei mangelnder Hygiene bei Haustieren

Wer sich nicht um eine gute Pflege seiner Tiere kümmert und nicht regelmäßig putzt, riskiert, dass sich Ungeziefer breit macht, dass ein Tier krank wird oder eben man selbst. Denn die richtige Pflege sorgt dafür, dass das Fell oder die Haut des Tieres sauber und gesund bleibt, und gibt einem die Möglichkeit zu schauen, ob es einen parasitären Befall gibt, der behandelt werden muss. Einige Krankheiten und Parasiten können zudem auf Menschen übertragen werden – Hygiene bei Tieren ist von daher extrem wichtig.

Besonders aufpassen müssen Tierhalter mit speziellen Bedürfnissen wie beispielsweise Asthmatiker oder Menschen mit einer Tierhaarallergie. Auch Schwangere müssen vorsichtig sein, denn Tiere wie Hunde oder Katzen können Toxoplasmoseerreger übertragen.

Ein sauberer Haushalt ist für Haustierhalter ein absolutes Muss.
Hygiene im Tierhaushalt: Diese Mieze sieht zwar nicht sonderlich begeistert aus, doch was sein muss, muss sein.
Hygiene im Tierhaushalt: Diese Mieze sieht zwar nicht sonderlich begeistert aus, doch was sein muss, muss sein.  © 123RF/adiruch
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Tipps für eine hygienische Haustierhaltung

1. Haustiere regelmäßig pflegen

Dazu gehört zum Beispiel das Fell bürsten, waschen, und kontrollieren, ob es Ausschläge, Wunden oder Probleme mit den Augen gibt. Die Pflege hängt aber natürlich von der Tierart ab und sollte mit dem behandelndem Tierarzt besprochen werden. Beispielsweise Hunde dürfen nicht zu oft gebadet werden. Bei Hunden und Katzen, die Freigänger sind, kann bei der Fellpflege auch gleich nachgesehen werden, ob das Tier eine Zecke, Flöhe oder andere Parasiten im Fell sitzen hat.

2. Haustier-Utensilien regelmäßig reinigen

Natürlich sollte nicht nur das Tier, sondern auch alle Gegenstände wie Spielzeug, Näpfe, Käfige, Terrarium, Körbchen oder das Katzenklo gereinigt werden. Wie oft die Dinge saubergemacht werden sollten, hängt vom Gegenstand und der Tierart ab. Hasenkäfige sollten zum Beispiel ein- bis zweimal wöchentlich, Katzenklos am besten täglich gereinigt werden. Details erfährt man bei seinem Tierarzt.

Darüber hinaus sollte man wesentlich öfter staubsaugen, die Flächen wischen und die Hände waschen, als wenn man kein Haustier hat, da sich Tierhaare, Ungeziefer und Schmutz einfach schneller verbreiten. Allerdings muss man es auch nicht übertreiben. "Ein gewisses Maß an Keimen ist ganz normal und nicht gefährlich", rät tasso.net zum Thema Haustiere & Hygiene.

3. Vorsichtiger Umgang mit Kot

Im Kot können sich besonders viele Krankheitserreger befinden, daher sollte man bei diesem Thema besonders reinlich sein. Eine regelmäßige und sorgfältige Reinigung der Kotstellen im Käfig oder des Katzenklos sollte man immer einhalten. Das Katzenklo sollte nicht in der Küche oder einem Schlaf- oder Spielzimmer aufgestellt werden.

Hat der Hund ins Wohnzimmer gemacht? Dann den Kot sofort mit Handschuhen aufsammeln und die Stelle direkt gründlich reinigen und anschließend desinfizieren.

Kotet das Tier ungewöhnlich viel, wässrig oder extrem übel riechend kann das als Warnsignal verstanden werden und an falscher Ernährung oder einer Krankheit liegen – dann unbedingt ab zum Tierarzt!

4. Impfen und Entwurmen

Nicht nur Jungtiere (die aber besonders!), sondern auch im Laufe des Lebens sollte man sich um eine pünktliche Impfaufrischung kümmern und das Haustier gegebenenfalls entwurmen lassen.

5. Regelmäßiger Check-up beim Tierarzt

Beim Gesundheits-Check kann ein Tierarzt nachschauen, ob das Tier Krankheitserreger in oder an sich trägt oder schon an einer Krankheit leidet. Wer im Falle eines Problems früh handelt, sorgt nicht nur für das Tierwohl, sondern auch für ein sauberes Zuhause.

Katzenklos, Vogel- und Kaninchenkäfige & Co. sollten regelmäßig saubergemacht werden.
Katzenklos, Vogel- und Kaninchenkäfige & Co. sollten regelmäßig saubergemacht werden.  © Unsplash/rolf neumann

Hygiene & Haustiere: Jedes Tier braucht unterschiedlich viel Aufmerksamkeit

Hunde, Katzen, Nagetiere, Vögel, Reptilien, etc. – sie alle haben eigene Bedürfnisse. Die Tipps zu Haustierpflege & Hygiene sind wichtige Punkte, um für eine ausreichende Hygiene im Haustier-Haushalt zu sorgen, doch natürlich gibt es für jede Tierart spezielle Aspekte, die man beachten muss.

Am besten macht man sich in einer Tierarztpraxis noch vor Anschaffung eines neuen Haustieres schlau, worauf man genau achten sollte, um sich und dem Tier einen hygienischen Platz zum Leben bieten kann.

Titelfoto: 123RF/belchonock

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