Hilden - Ein kleiner Zwergspitz ist in Hilden offenbar einfach vor einem Tierheim zurückgelassen worden. Besonders schlimm: Der Hund saß bei sommerlichen Temperaturen in einer Spendenbox fest.
"Wir sind fassungslos und wütend", schreiben die Mitarbeiter dazu auf Instagram. Dazu zeigen sie ein Video ihrer Überwachungskamera, auf dem die mutmaßliche Besitzerin zu erkennen ist.
Sie soll den Hund am Montagmittag gegen 12.20 Uhr in einer Tasche zum Tierheim gebracht haben. Anschließend setzte sie ihn samt Beutel in der Spendenbox aus.
Da diese in der Sonne steht, können darin nach Angaben des Tierheims Temperaturen von bis zu 60 Grad entstehen. Für den jungen Hund wäre das schnell lebensgefährlich geworden.
Nur durch einen Mann, der am selben Tag Katzenstreu spenden wollte, konnte der Vierbeiner noch rechtzeitig entkommen.
Der Anblick dürfte ihn ziemlich erschreckt haben: Der Hund war fast am gesamten Körper kahl geschoren. Lediglich am Kopf und an den Pfoten war etwas Fell übrig geblieben.
Tierheim Hilden bittet um Hinweise
Warum der Zwergspitz fast komplett geschoren wurde, ist bislang ein Rätsel. Auch sein genaues Alter ist nicht bekannt. Weil der Rüde noch seine Milchzähne hat, gehen die Mitarbeiter allerdings davon aus, dass er noch sehr jung ist.
Der kleine Hund ist nicht kastriert und trägt einen Chip. Dieser ist allerdings offenbar nicht registriert. Deshalb hofft das Tierheim Hilden nun auf Hinweise aus der Bevölkerung: Wer kennt den Hund oder weiß, wer ihn ausgesetzt haben könnte?
"Vielleicht fehlt plötzlich irgendwo ein kleiner Hund oder jemand kennt einen Pomeranian, der nicht mehr gesehen wird", so die Mitarbeiter.
Im Tierheim hat der Zwergspitz inzwischen den Namen "Bernd" bekommen. Dort soll er zunächst einige Wochen bleiben und sich von den Strapazen erholen.
Auf Interessenten dürfte Bernd wohl nicht lange warten müssen. Vermittelt wird der kleine Rüde aktuell aber noch nicht.