Antrim (Nordirland) - Es war bereits Abend, als mehrere Mitarbeiter des "Mid-Antrim Animal Sanctuary" die Tasche an ihrem Tor hängen sahen. Die Kollegen aus dem nordirischen Antrim eilten schnell zu dem verdächtigen Objekt. Ein genauerer Blick bestätigte ihre Befürchtung: Jemand hatte seine Katze darin eingesperrt und angehängt.
In der vergangenen Woche wandte sich das Tierheim in den sozialen Medien an den Besitzer, der das seinem Stubentiger angetan hatte.
"Wir sind zwar erleichtert, dass die Katze in Sicherheit gebracht wurde, doch ist das Aussetzen eines Tieres, selbst bei einer Tierschutzorganisation, nicht der richtige Weg, es abzugeben. Es war nicht ungefährlich für die Katze", tadelte das Mid-Antrim Animal Sanctuary.
Auf einem Foto präsentierte das Tierheim den Kater, der inzwischen Karma heißt. Der arme Stubentiger sitzt auf dem Bild mit einem traurigen Blick in einer Ecke des Tierheims, scheint nicht zu verstehen, wie ihm geschieht.
Hatte der Besitzer bereits geahnt, was das Tierheim in seinem Beitrag noch anprangern würde?
Kater Karma bekommt viel Mitgefühl, aber nicht mehr
"Wir erhalten monatlich sehr viele Anfragen zur Abgabe von Tieren und können leider nicht alle aufnehmen. Unsere Kapazitäten sind begrenzt, und wir müssen die Fälle nach Tierschutz und unseren Möglichkeiten priorisieren", heißt es darin.
Hätte es Karmas Besitzer also auf dem klassischen Weg versucht, hätte er damit rechnen müssen, seinen Kater wieder mitnehmen zu müssen.
Die ganze Angelegenheit wirft in jedem Fall ein schlechtes Licht auf ihn. So stapeln sich vor allem auf Facebook in der Kommentarspalte weinende Emojis und gebrochene Herzchen.
Dem Kater hat das Mitgefühl in Hunderten Kommentaren allerdings noch nichts gebracht. Anfang der Woche meldete sich das Tierheim nämlich mit einem wenig tröstlichen Update zu Karma.
Demnach hat sich bisher noch niemand gefunden, der Interesse an ihm hat. Zudem wirkt Karma ziemlich schüchtern. Bleibt zu hoffen, dass sich sein Schicksal bald wendet.