Dipperz - Kürzlich kamen fünf kranke, etwa drei Wochen alte Kätzchen zu den Tierschützern im hessischen Dipperz. Sie befanden sich in einem ganz schlechten Zustand. Aber das war noch kein Vergleich zur Mama der Kleinen, die sich jetzt ebenfalls in der Obhut der "Babyklappe" befindet.
"Als die fünf Kleinen zu uns kamen, war für uns klar, dass wir auch wissen müssen, was mit ihrer Mutter ist. Und als sie schließlich gesichert werden konnte, wurde schnell deutlich, dass auch sie dringend Hilfe braucht", sagt Anke Hofmann, die Vorsitzende des Vereins "Babyklappe für Hilfe suchende und verwaiste Welpen und Kitten".
Das Tier wiege gerade einmal 2,75 Kilogramm und sei eigentlich selbst noch ein Katzenkind. "Und trotzdem hat sie bereits fünf Babys bekommen und versucht, diese fünf kleinen Leben irgendwie zu versorgen", fährt Anke fort.
Beim Tierarzt sei dann aber erst herausgekommen, wie schlecht es der Katze wirklich geht. Ihr Becken und auch das Schwänzchen sind gebrochen.
"Wie diese schweren Verletzungen entstanden sind, wissen wir nicht", sagt Anke. "Ob es ein Unfall war oder ob ihr jemand etwas angetan hat, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch Tierquälerei können wir leider nicht ausschließen."
Komplizierter Beckenbruch wird Leben der jungen Katzenmama verändern
"Hexe", so wird das Katzenmädchen jetzt genannt, habe operiert und ein Stück des Schwänzchen sei entfernt werden müssen. Zudem stellte sich im CT heraus, dass der Beckenbruch viel komplizierter ist als zunächst angenommen. Auch sei nicht klar, ob durch die Verletzungen nicht auch die Nerven des Tieres geschädigt wurden.
Jetzt bekommt Hexe erst einmal sechs Wochen lang Boxenruhe und auch danach ist an Freigang aufgrund ihrer Verletzungen nicht zu denken - natürlich ein großes Problem für eine Katze, die in Freiheit aufwuchs.
"Und ausgerechnet sie muss nun etwas aushalten, das für eine wilde Katze unglaublich schwer ist: Ruhe, Begrenzung und die Versorgung durch Menschen", sagt Anke. Dennoch ist sie zuversichtlich, dass sich Hexe an das Leben als Wohnungskatze gewöhnen wird.
"Wir hoffen, dass wir sie dann in ein gutes Zuhause vermittelt bekommen", sagt die Tierschützerin. "Aber erst einmal muss sie das alles überleben."
Wenn Ihr Anke und ihrem auf die Hilfe von Tierfreundinnen und Tierfreunden angewiesenen Verein unterstützen wollt, könnt Ihr gerne einen kleinen Betrag auf das Konto DE75 5306 2350 0000 0738 65 oder per PayPal-Überweisung spenden. "Es zählt wirklich jeder einzelne Euro", sagt Anke.
Anke und die "Babyklappe" freuen sich über Euer Feedback
Natürlich freut sich Anke auch über Feedback und beantwortet gerne Eure Fragen. Sie steht Euch telefonisch (0152/06925144) oder per WhatsApp zur Verfügung. "Und jedes liebe Wort hilft uns, weiterzumachen", sagt sie.
Weitere Informationen erhaltet Ihr zudem auf der Webseite des Vereins und auf Facebook.