Dicker Brocken! Riesenpinguin überragte sogar manche Menschen

Cambridge - Ein Team internationaler Wissenschaftler hat Erstaunliches entdeckt. Ungefähr zur Zeit kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier lebten Pinguine von ungeheuren Ausmaßen. Über den Fund des Meerestiers berichten Forscher kürzlich im "Journal of Paleontology".

Durch die enorme Körpergröße konnten die Urzeit-Pinguine sich vermutlich besser im kalten Meereswasser zurechtfinden. (Symbolbild)
Durch die enorme Körpergröße konnten die Urzeit-Pinguine sich vermutlich besser im kalten Meereswasser zurechtfinden. (Symbolbild)  © 123RF / bpawesome

Fossilienfunde deuten darauf hin, dass die Urzeit-Pinguine bis zu 150 Kilogramm - und damit ähnlich viel wie ein Schwarzbär - wiegen konnten. Zudem sollen die Seevögel Menschen, die damals - vor circa 50-60 Millionen Jahren - natürlich noch nicht auf der Erde lebten, überragt haben könnten, schreibt das Wissenschaftsmagazin "Spektrum".

Ein zwischen 2016 und 2017 entdeckter Oberarmknochen sei zweieinhalbfach größer als das Körperteil eines heutigen Kaiserpinguins gewesen. Anhand dessen wurde die Körpergröße eines solchen Vogels auf 1,60 bis 1,80 Meter geschätzt.

Die vor Neuseeland gefundenen Knochen stellten sich als zwei ausgestorbene Arten von Pinguinen heraus. Ein Teil von ihnen wird einer Spezies zugeordnet, die die Bezeichnung "Kumimanu fordycei" erhielt.

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Eine weitere vor rund 57 Millionen Jahren lebende Ur-Pinguin-Art wird Petradyptes stunehousei genannt und soll bis zu 50 Kilogramm auf die Waage gebracht haben.

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Dafür war die enorme Größe des Pinguins gut

Der natürliche Lebensraum von Pinguinen sind heutzutage der Äquator und die Antarktis. (Symbolbild)
Der natürliche Lebensraum von Pinguinen sind heutzutage der Äquator und die Antarktis. (Symbolbild)  © 123RF / vladsilver

Die früheren Pinguine sollen noch nicht groß in der Lage gewesen sein, fliegen zu können.

Laut Daniel Ksepka, dem Erstautor der Studie, war die enorme Größe von Nutzen, um größere Beute fangen zu können und die Körpertemperatur im damals noch deutlich kälteren Meerwasser besser regulieren zu können, beschreibt es die University of Cambridge.

Es wird vermutet, dass die Pinguine in größere Meerestiefen tauchen konnten.

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Die Tiere haben sich wohl von Zealandia, einer heute größtenteils unter Wasser liegenden Erdscholle im Pazifischen Ozean, in alle Welt ausgebreitet.

Titelfoto: 123RF / bpawesome

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