Auf dieser norwegischen Insel sind Katzen verboten, mit einer Ausnahme

Longyearbyen - Katzen gehören weltweit zu den beliebtesten Haustieren. In Deutschland soll es 14 Millionen Hauskatzen geben. Auch in Norwegen sind die Stubentiger für viele Einwohner Teil der Familie. Nur auf einer Insel sucht man die Vierbeiner (fast) vergebens.

Blick auf Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum von Spitzbergen.
Blick auf Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum von Spitzbergen.  © Anton Ivanov/123 RF

Auf Spitzbergen kann man den unterschiedlichsten Tieren begegnen: Huskys, Rentieren, Polarfüchsen, Eisbären und zahlreichen verschiedenen Vögeln. Nur Katzen sind Mangelware.

Auf der Inselgruppe ist das Halten von Katzen per Gesetz verboten. Auch wer neu nach Longyearbyen oder Barentsburg zieht, darf keine Katze mitbringen. 

Dadurch soll das empfindliche Ökosystem von Spitzbergen geschützt und die Verbreitung von Tollwut verhindert werden.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Kesha! Der rot-braune Stubentiger soll mit einer russischen Familie nach Barentsburg, dem zweitgrößten Ort von Spitzbergen, gekommen sein. 

Um die Rechtslage zu umgehen, gilt Kesha offiziell als Polarfuchskatze. Das tut ihrem Niedlichkeitsfaktor aber keinen Abbruch und so ist es kein Wunder, dass sich das flauschige Fellknäuel großer Beliebtheit in dem kleinen Ort erfreut. Kesha schläft nachts in einem Schuppen, darf sich tagsüber in Barentsburg frei bewegen und bekommt von den Einwohnern immer mal wieder ein Leckerli zugesteckt. 

Nicht nur unter den 500 Bewohnern von Bartensburg ist Kesha inzwischen eine kleine Berühmtheit, sondern auch bei Touristen, die ihr ein paar Extra-Streicheleinheiten zukommen lassen. 

Im Übrigen gibt es Gerüchte um weitere Katzen in und um Barentsburg. Laut visitsvalbard.com soll es bei der letzten Zählung fünf Tiere gegeben haben, bei denen es sich um Nachkommen von Katzen handeln soll, die vor der Einführung des Verbots in der Bergarbeitersiedlung gelebt haben. Die Population soll auch nicht ausgerottet werden. Mehr Tiere sollen aber auch nicht dazukommen. 

Titelfoto: Anton Ivanov/123 RF, Screenshot/Facebook Arctic Floating University

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