Nerven aus reinem Stahl! Mann findet dieses "Monster" unter seinem Bett und gewinnt Preis

Provinz Napo (Ecuador) - Allein die Vorstellung dürfte dem einen oder anderen arachnophoben Menschen so manch schlaflose Nacht bescheren: eine gigantische Spinne unter dem Bett - samt (noch) sehr kleinem Nachwuchs.

Starke Nerven benötigt: Das ist das Bild, das Gil Wizen den "Wildlife Photographer of the Year"-Titel in der Kategorie "Urban Wildlife" eingebracht hat.
Starke Nerven benötigt: Das ist das Bild, das Gil Wizen den "Wildlife Photographer of the Year"-Titel in der Kategorie "Urban Wildlife" eingebracht hat.  © Gil Wizen

Nachdem Entomologe Gil Wizen in einem Reservat in der Provinz Napo in Ecuador ein Zimmer bezogen hatte, entdeckte er am Morgen des dritten Tages seines Aufenthalts zahlreiche kleine Spinnen, die im ganzen Raum äußerst munter umherkrabbelten.

"Sie waren im Moskitonetz, krabbelten über meinem Rucksack, kletterten auf der Ausrüstung herum und ruhten in den Kleidern", schilderte der Kanadier in seinem Blog. "Sie waren überall."

Um seine Neugier zu stillen und natürlich auch, um der Sache auf den Grund zu gehen, entschloss sich Wizen kurzerhand, das Nest der Kleinen zu suchen und deshalb einen Blick unter das Bett zu werfen.

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Was folgte, war ein Anblick, der manchen wohl dazu veranlasst hätte, das Haus, die Region und vielleicht sogar das Land schnellstmöglich zu verlassen - zumindest wenn man Angst vor "Monstern" oder in diesem Fall Spinnen hat.

Denn unterhalb der Matratze, auf der Wizen die Nächte verbracht hatte, hatte es sich eine riesige Brasilianische Wanderspinne gemütlich gemacht. Hunderte Nachkommen der hochgiftigen Art wuselten scheinbar bestens bewacht in ihrer Nähe herum.

Sogar kleinste Mengen des Spinnengifts können ausreichen, um selbst erwachsene Menschen durchaus in Gefahr zu bringen. Und auch angesichts der Tatsache, dass die in der Regel nachtaktive Gattung eine Größe erreicht, welche die einer menschlichen Hand überschreiten kann, hätten die meisten spätestens in diesem Moment die Flucht ergriffen. Wizen jedoch nicht - ganz im Gegenteil. Er hatte wohl bereits den Blog-Titel "Monster unter meinem Bett" im Kopf.

Flucht? Keine Chance! Gil Wizen schnappt sich seine Kamera und räumt Preis ab

Der Insektenforscher und Fotograf schnappte sich seine Kamera und machte ein Bild des gigantischen Tieres. Das auf diese Weise entstandene Foto "The spider room" brachte Wizen nun gar einen Preis ein. Im Rahmen des prestigeträchtigen Wettbewerbs "Wildlife Photographer of the Year" sicherte er sich in der Kategorie "Urban Wildlife" eine Auszeichnung.

Auch für die Riesenspinne, eine der größten, die Wizen laut eigener Aussage jemals selbst zu Gesicht bekommen hat, hatte die überraschende Begegnung mit dem von ihr faszinierten Zweibeiner, die sich bereits im Jahr 2014 zugetragen hatte, ein Happy End: Sie musste nicht sterben, sondern wurde vom Kanadier nach der Aufnahme ins Freie gesetzt.

Titelfoto: Gil Wizen

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