Nur knapp dem Tod entkommen: Fell von Hasen-Baby fängt Feuer
Hamburg - Es sollte ein fröhliches Osterfest werden, doch für einige Tiere in Hamburg endeten die traditionellen Osterfeuer schmerzhaft. Auch in diesem Jahr wurden die lodernden Flammen zur Gefahr: Zwei kleine Feldhasenkinder sind dem Tod dabei nur knapp entkommen.
Die beiden winzigen Häschen hatten sich in einem scheinbar sicheren Holzstapel versteckt, teilte das Hamburger Tierheim vor wenigen Tagen mit. Wochen zuvor aufgeschichtet und nicht mehr bewegt, wird genau dieser Ort für zahlreiche Tiere zur trügerischen Zuflucht.
Als das Feuer schließlich entfacht wurde, ging es für die kleinen Hasen ums Überleben: Panik, Rauch und Hitze machten sich breit. Gerade noch rechtzeitig sind sie dem Inferno entkommen. Doch eines der Tiere hatte es besonders schlimm erwischt: Sein Fell hatte bereits Feuer gefangen, und es erlitt sichtbare Verbrennungen. Bei welchem Osterfeuer sich der Vorfall ereignete, ist nicht ganz klar. Schließlich gibt es in Hamburg gleich mehrere an verschiedenen Tagen.
Tierliebe Helfer brachten die sichtbar gezeichneten Hasenkinder daraufhin sofort ins Hamburger Tierheim. Beide sollen unter massivem Schock gestanden haben, kämpften mit Atemproblemen durch den dichten Rauch.
In einer tierärztlichen Praxis begann schließlich ein Wettlauf gegen die Zeit: Wunden wurden versorgt, die kleinen Körper stabilisiert und gepflegt. Beide Hasen haben den Vorfall schließlich überlebt.
Verletzte Hasenbabys: Hamburger Tierheim mit wichtiger Bitte
Doch nach Angaben des Tierheims dürften wohl zahlreiche weitere Tiere von den Flammen betroffen gewesen sein, die womöglich unbemerkt einfach verbrannt sind. Die Dunkelziffer der Opfer sei hoch. Dabei ließe sich dieses Leid verhindern.
Osterfeuer seien nicht vorab direkt ein Todesurteil. Wer auf das Aufschichten Wochen im Voraus verzichtet oder die Holzstapel vor dem Anzünden noch einmal umschichtet, kann Leben retten, appelliert das Tierheim.
Titelfoto: Bildmontage: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
