Wurzen - Das Tierheim Wurzen kämpft derzeit mit einem schweren Schicksalsschlag. Bluttransfusion, Operation und enorme Behandlungskosten: Trotz jeglicher Versuche will es mit Hündin Mellys Gesundheit einfach nicht bergauf gehen.
Ein fröhlicher Sonnenschein, der sich über menschliche Nähe freut - Mit diesen Worten beschreiben die Helfer des Tierheim Wurzens ihr derzeitiges Sorgenkind Melly.
Alles habe damit angefangen, dass die hübsche Hundedame bereits in einem schlechten körperlichen Zustand bei den Tierfreunden angekommen war.
Auch wenn man nicht viel über ihr bisheriges Leben wisse, sei klar gewesen, dass Melly in ihrer Vergangenheit schon einiges durchmachen musste. So komme sie ursprünglich aus dem Ausland und habe ein deutlich ausgeprägtes Gesäuge, was auf mehrere Würfe schließen lässt. Schließlich sei die damals Achtjährige einfach via eBay verschenkt worden.
"Jemand nahm sie zu sich, meinte es gut, war mit der Situation aber letztlich überfordert – und so landete Melly bei uns", berichten die Wurzner in einem Beitrag auf Instagram.
Intensive medizinische Behandlung: Melly mussten Gebärmutter, Eierstöcke und Milz entfernt werden
Trotz ihrer prekären gesundheitlichen Situation habe sich Melly gegenüber Menschen als äußerst freundliche Hündin gezeigt, was unweigerlich dazu führte, dass die Helfer sie ins Herz schlossen.
Doch dann der Schock: Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Gesundheitszustand der Fellnase extrem verschlechtert, sodass man sie Ende August in die Uniklinik einliefern musste.
Melly bekam eine Bluttransfusion und musste operiert werden. "Dabei wurden Gebärmutter, Eierstöcke und Milz entfernt. Zusätzlich wurde ihr Knochenmark punktiert, um die Ursache für ihren Zustand zu klären", so das Tierheim.
Nach fast anderthalb Wochen intensiver medizinischer Betreuung konnte Melly endlich wieder nach Wurzen zurückkehren. Die Diagnose: Ein zu geringer Anteil roter Blutkörperchen sowie eine Immunkrankheit, die medikamentös behandelt werden muss.
Tierhelfer bangen noch immer um Mellys Zustand
Obwohl Mellys Zustand zunächst wieder Hoffnung aufkommen ließ, meldete sich das Tierheim am gestrigen Freitag mit schlechten Nachrichten.
"Bei der Verlaufskontrolle am Montag hatte sich die Anzahl der roten Blutkörperchen in Mellys Blut leider wieder verschlechtert. Bei der Kontrolle am Mittwoch war die Anzahl dann noch weiter gesunken. Deshalb musste Melly noch am selben Tag zurück in die Uniklinik Leipzig", heißt es.
Sowohl das Team der Uniklinik als auch die Helfer des Tierheims setzen jetzt darauf, dass es Melly nach einer weiteren Bluttransfusion und mithilfe anderer Medikamente endlich besser gehen wird.
Mellys Gesundheit ist sowohl mental als auch finanziell längst zu einer Mammutaufgabe für das auf Spenden angewiesene Tierheim geworden. So wurden in den vergangenen Wochen mehrere Tausend Euro für die Hündin ausgegeben. Nichtsdestotrotz wollen die Helfer Mellys Schicksal nicht zu einer Frage des Geldes werden lassen.
Auch wenn bisher schon eine Vielzahl an Spenden eingegangen sei, bitten die Wurzner weiterhin um Unterstützung. Falls auch Ihr Melly helfen wollt, findet Ihr alle Informationen zum Spenden sowohl auf der Facebookseite als auch auf der Internetseite des Tierheims Wurzen.