Rätsel um Wolf-Nachwuchs im Hanauer Wildpark: Wer ist der Vater?

Hanau - Wölfin Leyla bringt überraschend mehrere Jungen zur Welt. Rudel-Rüde Romulus wurde bereits zweimal sterilisiert und scheidet als Vater aus. Doch wer war es dann? Die Experten rätseln.

Wolfsrüde Romulus, der hier mit den neu geborenen Welpen in deren Gehege im Wildpark Alte Fasanerie liegt, kann nicht der Vater sein. Er ist bereits doppelt sterilisiert.
Wolfsrüde Romulus, der hier mit den neu geborenen Welpen in deren Gehege im Wildpark Alte Fasanerie liegt, kann nicht der Vater sein. Er ist bereits doppelt sterilisiert.  © Michael Joest/Hessenforst/dpa

Unerwarteter Nachwuchs im Wolfsrudel des Hanauer Wildparks Alte Fasanerie sorgt für Freude – und Rätselraten. Es geht um den unbekannten Vater der mindestens acht Welpen, die Ende April in einem Gehege des Wildparks geboren wurde.

Der Rüde im Rudel, Romulus, ist sterilisiert worden – zur Sicherheit sogar doppelt. Er scheidet als Kandidat für die Vaterschaft aus, wie der Wildpark am Montag mitteilte.

Wölfin Leyla und Romulus waren vor zwei Jahren erstmals Eltern geworden. Um das Rudel nicht weiter wachsen zu lassen, sei Romulus sterilisiert worden, erklärte Wildpark-Biologin Marion Ebel. Überraschung im vergangenen Jahr: Erneut kam Nachwuchs zur Welt, von dem bis auf zwei weibliche Tiere alle an andere Stellen weitervermittelt wurden.

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Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde Romulus sogar erneut sterilisiert. Die Geschlechter der Welpen vom vergangenen Jahr wurden durch mehrere Experten bestimmt. Umso überraschter sind sie jetzt über den abermaligen Wolfsnachwuchs.

Ist ein Fehler bei der Geschlechtsbestimmung die Ursache für den unerwarteten Nachwuchs?

Das Rätsel sei vorerst ungelöst, erklärte Ebel. Es sei nicht auszuschließen, dass bei der Geschlechterbestimmung des Nachwuchses von 2023 ein Fehler gemacht worden sei und eines der vermeintlichen Weibchen möglicherweise ein Männchen sei. Den Wölfen ist die ungeklärte Vaterschaft in ihren Reihen offenkundig egal: "Sie freuen sich über den Nachwuchs im Rudel", sagte Ebel.

Um zukünftige Überraschungen zu vermeiden, sollen alle Rudelmitglieder in diesem Jahr sterilisiert werden. Die neuen Welpen werden später an andere Tierparks abgegeben. Es gebe schon erste Interessenten, sagte Ebel.

Titelfoto: Michael Joest/Hessenforst/dpa

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