Wegen verletzter Katze Mimi: Tierheim stinksauer über Verhalten von Ex-Besitzer
Köln - Eine kleine operierte Katze dient momentan als Beispiel, um Frust und Verzweiflung der Tierretter aus dem Tierheim Dellbrück auszudrücken. Treffen die Worte genau ins Schwarze?
Im Mittelpunkt des neuesten Beitrags im Netz ist Kätzchen Mimi, die sich in diesen Tagen einer kräftezehrenden Operation unterziehen musste.
Der Grund: Die ungeduldige Samtpfote hat sich beim Herumstreunern in der Natur das Bein gebrochen, als sie von "irgendwo heruntergestürzt" ist - von ausgiebiger Unterstützung ihrer Besitzer kann aber nicht die Rede sein.
Und genau die bringen die Mitarbeitenden aktuell zum Kochen. Statt Mimi nämlich zur Seite zu stehen und sie wieder aufzupäppeln, entschieden die sich für einen viel drastischeren Weg.
Nämlich dafür, die verletzte Katze einfach der Tierklinik zu übergeben.
"Die unkastrierte (!) und ungechippte (!) Katze wurde rausgelassen, ist schwer verunfallt, musste operiert werden und die Besitzer haben nichts Besseres zu tun, als ihre Katze der Tierklinik zu übereignen", faucht das Tierheim auf Instagram.
Tierretter fassungslos über Verhalten
Und anscheinend nur, weil sich die einstigen Besitzer von Mimi die Behandlungskosten nicht haben leisten können.
Aber auch das scheint den aufopferungsvollen Rettern nicht zu gefallen. "Wie war das noch? Verantwortung ein Leben lang? Drum prüfe, wer sich ewig bindet? [...] Geld für Reparaturen war wohl bei der Anschaffung nicht eingeplant", stellen die Helfer unmissverständlich klar.
"Manchmal denken wir, wir können so viel informieren und aufklären, wie wir wollen, bei manchen Leuten kommt es einfach nie an."
Mimi dagegen muss vorübergehend samt Lampenschirm durch die Gegend laufen, um sich vollständig zu erholen und sich nicht am Bein herumzufummeln.
An eine Vermittlung ist derzeit noch nicht zu denken. Interessenten üben sich daher besser noch in Geduld, bis sich Mimi im Tierheim komplett erholt hat.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/Tierheim Dellbrück

