Traurige Erkenntnis nach jahrelanger Suche: 23 Tierarten für ausgestorben erklärt

USA - Die US-Regierung hat den Elfenbeinspecht und 22 weitere Tierarten für ausgestorben erklärt. Wissenschaftler, die sich auf die Suche nach Exemplaren der 23 Arten gemacht hatten, konnten nichts finden.

Der Elfenbeinspecht (Campephilus principalis) konnte trotz jahrelanger Suche nicht mehr in freier Wildbahn gefunden werden.
Der Elfenbeinspecht (Campephilus principalis) konnte trotz jahrelanger Suche nicht mehr in freier Wildbahn gefunden werden.  © karelbock/123RF

Wasserverschmutzung, Holzindustrie, Konkurrenz durch invasive Arten: Für 23 Tierarten gibt es wohl keine Hoffnung mehr.

Die US-Behörde "United States Fish and Wildlife Service" (FWS) in Tennessee hat sie auf die Liste der ausgestorbenen Arten gesetzt.

Jahrelang hatten Forscher und Regierungsbeamte laut Guardian versucht, die Tiere in freier Wildbahn aufzuspüren - jedoch ohne Erfolg.

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"Jede dieser 23 Arten stellt einen dauerhaften Verlust für das Naturerbe unserer Nation und die globale Biodiversität dar", sagte Wissenschaftlerin Bridget Fahey, die die Artenklassifizierung für den FWS beaufsichtigt.

"Und es ist eine ernüchternde Erinnerung daran, dass das Aussterben eine Folge der vom Menschen verursachten Umweltveränderungen ist", ergänzte Fahey.

Elf Vögel, acht Süßwassermuscheln, zwei Fischarten, eine Fledermaus und eine Pflanze gelten nun als ausgestorben. Der vielleicht bekannteste Vertreter der Gruppe: Der Elfenbeinspecht, der in den Sümpfen von Arkansas, Louisiana, Mississippi und Florida beheimatet war.

Der zweitgrößte Specht Nordamerikas zeichnete sich durch ein schwarz-weißes Gefieder mit einem roten Kamm aus.

Schon seit den 60er-Jahren warnen Wissenschaftler vor dem vermehrten Aussterben ganzer Tierarten. Bei den jetzigen 23 Arten äußerten manche Forscher die Hoffnung, dass die ein oder andere Art trotz der intensiven Suche vielleicht doch noch am Leben ist und sich in Zukunft wieder blicken lässt.

Titelfoto: karelbock/123RF

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