Abschied in der Wilhelma: Brillenbärin Cashu macht Platz für neues Zuchtprojekt

Stuttgart - In der Wilhelma beginnt ein neues Kapitel für die Brillenbären: Die Bärin Cashu hat den Stuttgarter Zoo verlassen und ist am Donnerstag in den italienischen Parco Natura Viva in Bussolengo umgezogen. Das Ziel: Künftig soll die Zucht der gefährdeten Art im Mittelpunkt stehen.

Cashu wurde am 20. Dezember 2002 im Zoo Zürich geboren und lebte fünf Jahre in der Wilhelma.  © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Cashu lebte seit 2021 gemeinsam mit ihrer Tochter Suyana in der Wilhelma. Bisher wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) bewusst auf Nachwuchs verzichtet, um die genetische Vielfalt zu steuern.

Die mittlerweile achtjährige Suyana befindet sich laut Angaben des Zoos jedoch nun im optimalen Alter für die Fortpflanzung.

Ein erster Verpaarungsversuch mit dem Männchen "Hubärt" blieb 2025 erfolglos. Die Experten vermuten, dass sein nur zweimonatiger Aufenthalt zu kurz war, um eine stabile Bindung aufzubauen.

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Künftig soll deshalb ein männlicher Brillenbär dauerhaft in Stuttgart einziehen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont, dass stabile soziale Bedingungen entscheidend für eine erfolgreiche Zucht sind.

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Brillenbären sind die einzige Bärenart Südamerikas und gelten laut Roter Liste der IUCN als gefährdet. Vor allem der Verlust ihres Lebensraums in den Anden setzt den Tieren zu.

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