Sam und Frodo sind da: Zwei neue Geparden-Brüder machen Stuttgarter Zoo unsicher
Stuttgart - Die Wilhelma freut sich über tierischen Neuzugang im Doppelpack: Ende Mai sind die beiden Geparden-Brüder Sam und Frodo im Zoo in Stuttgart eingetroffen.
Die fast zwei Jahre alten Raubkatzen stammen aus dem Allwetterzoo Münster und sollen künftig für frisches Blut bei der Zucht sorgen, wie der Zoo in Stuttgart mitteilte.
Die Wilhelma blickt bei Geparden bereits auf mehrere Zuchterfolge zurück. Das Weibchen Niara brachte 2022 Fünflinge und 2025 sogar Sechslinge zur Welt. Da der Vater der Jungtiere, Zawadi, und sein Bruder Haraka den Zoo im vergangenen Jahr in Richtung Norwegen verlassen haben, nehmen nun Sam und Frodo ihren Platz ein.
Die neuen Männchen und das Weibchen der gepunkteten Katzen bewohnen unterschiedliche Anlagen. "In der Natur treffen bei den Geparden Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammen", erklärte Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma.
Danach gehen die Tiere getrennte Wege, während die Weibchen den Nachwuchs bis zu eineinhalb Jahre lang alleine großziehen und auf das Überleben in der Savanne vorbereiten.
Wilhelma engagiert sich für Schutz von Geparden
Die Neuzugänge aus Münster spielen eine wichtige Rolle für das Europäische Ex-Situ-Programm (EEP) des europäischen Zooverbands. Weil der weltweite Geparden-Bestand infolge der letzten Eiszeit stark schrumpfte, ist die gezielte Partnerwahl in den Zoos extrem wichtig, um die genetische Vielfalt der Reservepopulation zu erhalten.
Zusätzlich zur Zucht engagiert sich die Wilhelma auch vor Ort im südlichen Afrika für den Schutz der bedrohten Tiere. Mit finanziellen Spenden des Fördervereins werden in Namibia unter anderem spezielle Herdenschutzhunde ausgebildet.
Diese halten wilde Geparde allein durch ihre Präsenz von Nutztieren fern und verhindern so, dass Farmer die Raubkatzen aus Sorge um ihr Vieh töten.
Titelfoto: Bildmontage: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
