Stuttgart - Aus der Wilhelma in Stuttgart gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Bei den seltenen indonesischen Hirschebern hat ein "Glücksferkel" das Licht der Welt erblickt.
Eigentlich kam das weibliche Ferkel bereits im November 2025 zur Welt, doch erst jetzt, mit den steigenden Temperaturen, zeigt sich das Jungtier immer öfter der Öffentlichkeit.
Besonders an warmen Frühlingstagen können Besucher die kleine Familie nun immer häufiger auf der Außenanlage beobachten, wie sie gemeinsam die Sonne genießt.
Hirscheber (Babirusas) sind eine biologische Besonderheit, wie der Zoo mitteilt. Sie gehören zwar zur Familie der Echten Schweine, bilden aber eine ganz eigene Gattung. Ihr Name rührt von den markanten, bogenförmig nach oben wachsenden Eckzähnen der Männchen her, die fast wie ein Geweih wirken.
In ihrer Heimat, den tropischen Regenwäldern der indonesischen Insel Sulawesi, leben die Weibchen in kleinen sozialen Gruppen, während die Männchen meist als Einzelgänger durch den Dschungel streifen.
Zuchterfolg ist selten
Der Zuchterfolg in Stuttgart ist alles andere als selbstverständlich. "Hirscheber werden nur in wenigen zoologischen Einrichtungen gehalten. Entsprechend selten sind erfolgreiche Nachzuchten", betont Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. Jedes Jungtier sei eine lebenswichtige Reserve für die weltweite Population.
Aufgrund von Lebensraumverlust und Bejagung steht es aktuell schlecht um die Tiere. Aktuell bedroht zudem die Afrikanische Schweinepest die Wildbestände in Asien.
Die Wilhelma belässt es nicht nur bei der Zucht vor Ort, sondern engagiert sich auch direkt in Indonesien. Über den sogenannten "Artenschutz-Euro", den viele Besucher freiwillig beim Eintritt bezahlen, konnten laut einer Mitteilung des Zoos bereits 24.000 Euro für den Schutz der natürlichen Lebensräume gesammelt werden.