Tierpark Hagenbeck in tiefer Trauer: Tigerdame stirbt bei medizinischer Untersuchung
Hamburg - Große Trauer im Tierpark Hagenbeck: Tigerdame Maruschka ist am Mittwoch im Alter von 15 Jahren überraschend verstorben. Das teilten die Zoo-Verantwortlichen am Donnerstag mit.
Demnach sei das Tier während einer tierärztlichen Untersuchung unter Narkose gestorben, nachdem es in den vergangenen Tagen ein verändertes Verhalten gezeigt habe - die Tigerin habe demzufolge geschwächt gewirkt und weniger gefressen als gewöhnlich.
"Um die Ursache für die Auffälligkeiten abzuklären und eine gezielte Behandlung einzuleiten, entschieden sich die Tierärzte für die Untersuchung unter Narkose, aus der sie tragischerweise nicht mehr erwachte", schrieb der Tierpark unter anderem auf Instagram.
Zur Abklärung der genauen Todesursache sei eine pathologische Untersuchung durchgeführt worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass Maruschka an einem "hochgradigen Krebsbefall am Herzen" gelitten habe.
"Infolge der eingeschränkten Herzfunktion sind zudem Flüssigkeitseinlagerungen in der Brusthöhle und im Herzbeutel entstanden. Diese schränkten die Lungenfunktion massiv ein", hieß es in der Mitteilung des Tierparks.
Tierpark Hagenbeck gibt Tod von Tigerdame Maruschka bekannt
Tigerdame Maruschka brachte insgesamt sechs Jungtiere zur Welt
Zootierarzt Dr. Michael Flügger betonte: "Wir sind sehr bestürzt über den plötzlichen Tod unserer Tigerdame. Maruschka lebte seit zwölf Jahren im Tierpark und hat uns einige gesunde Jungtiere geschenkt und viele Jahre die Besucher mit ihrem stattlichen Auftreten begeistert."
Das Tier war am 11. Mai 2011 in einem Zoo im russischen Nowosibirsk geboren worden und 2014 in den Tierpark Hagenbeck gekommen. Dort brachte sie 2017 und 2022 insgesamt sechs Jungtiere zur Welt.
Diese gingen unter anderem in zoologische Einrichtungen nach Schottland, Japan und Frankreich.
Mit dem Tod von Maruschka bleiben noch Tigerkater Yascha und Tochter Rida im Tierpark Hagenbeck. Letztere soll Hamburg allerdings zeitnah verlassen und nach Kanada gehen, teilten die Verantwortlichen mit.
Titelfoto: Christian Charisius/dpa

