Trauer im Zoo Hoyerswerda: Leoparden-Opi San eingeschläfert
Hoyerswerda - Das Team des Zoos in Hoyerswerda trauert um einen ihrer Lieblinge: Leoparden-Opi San musste am Montag eingeschläfert werden. Er wurde 19 Jahre alt.
Schon seit Längerem sei San wegen einer Nierenanfälligkeit in tierärztlicher Behandlung gewesen und erhielt eine spezielle Medikation, wie der Zoo in einem Statement erklärte.
Doch in den vergangenen Tagen hatte sich der Zustand des Leoparden zunehmend verschlechtert. Das Männchen zeigte weder Appetit noch Lust, sich zu bewegen.
Da auch weitere medizinische Maßnahmen nichts gebracht hatten, entschied man sich am Montag, San von seinen Leiden zu erlösen. "Wir wussten, dass dieser Tag kommen würde. Doch hofften wir, dass es nicht schon jetzt wäre", erklärte das Team in einem Beitrag auf Facebook.
Laut Zootierarzt DVM Holger Metting sei Sans Erkrankung bei Wildkatzen keine Seltenheit: "Da Katzen reine Fleischfresser sind, sind sie leider äußerst anfällig für Nierenprobleme."
Zehn Jahre lebte Leopard San im Zoo Hoyerswerda
Mit 19 Jahren war San der drittälteste China-Leopard in Europas Zuchtprogramm. Aufgrund seines hohen Alters fraß er wenig und schlief viel. Auch seine Seh- und Muskelkraft hatte sich in der letzten Zeit zunehmend verschlechtert.
Das Leoparden-Männchen war im Oktober 2016 aus dem Zoo Neuwied nach Hoyerswerda gekommen. Zwei Jahre später folgte seine Partnerin BaoBao aus Frankreich, mit der San im Mai 2020 für Nachwuchs Nala sorgte.
Titelfoto: Zoo Hoyerswerda
