Von Volker Danisch
Metelen - Mit den ersten Feldhamstern des Jahres rechnet das Projektteam im Artenschutzzentrum des Landes Nordrhein-Westfalen zu Ostern.
"Wir erwarten jetzt, dass die ersten Würfe am Wochenende kommen", sagte Tierpfleger Jörg Kritschker der Deutschen Presse-Agentur.
Das Artenschutzzentrum in Metelen im Münsterland ist der Dreh- und Angelpunkt der Bemühungen, den Feldhamster in NRW vor dem Aussterben zu bewahren.
Rund 160 Feldhamster werden in dem Artenschutzzentrum einzeln in großen Boxen gehalten. Das Projektteam hat Mitte März 72 Tiere für die Zucht ausgesucht.
Ein wichtiges Kriterium bei der Verpaarung ist, die genetische Vielfalt zu sichern. Jeweils ein Weibchen und ein Männchen kamen vier Nächte lang in einer Box zusammen, um für Nachwuchs zu sorgen.
Nach 19 Tagen Tragezeit wird mit Spannung erwartet, wie viele Jungtiere es sein werden.
Zwischen 200 und 300 Feldhamster werden pro Jahr ausgewildert
Bereits seit dem Jahr 2017 werden Feldhamster im NRW-Artenschutzzentrum nachgezüchtet. Dafür wurden anfangs einige frei lebende Tiere nahe Zülpich bei Aachen gefangen.
Tiere aus einer Zucht in Rotterdam kamen hinzu. Das Zentrum ist auch im Austausch mit dem Gaia-Zoo Kerkrade.
Pro Jahr werden zwischen 200 und 300 Feldhamster aus Metelen ausgewildert. Auch in diesem Jahr ist das in NRW geplant.
Zahlreiche Tiere aus Metelen sind in den vergangenen Jahren auch in den Niederlanden und Belgien ausgewildert worden.