Ukraine-Krieg: Russland und Ukraine tauschen jeweils 193 Kriegsgefangene aus

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Ukraine - US-Präsident Donald Trump (79) hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) am G20-Gipfel diesen Dezember in Miami geäußert.

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) nahm zuletzt 2019 an einem Gipfeltreffen teil.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) nahm zuletzt 2019 an einem Gipfeltreffen teil.  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

"Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich", sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. "Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte."

In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil. Der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.

Zuvor hatte die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet, die US-Regierung plane eine Einladung Russlands. Allerdings sei noch keine Einladung versandt worden.

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Trump verwies unterdessen darauf, dass eine Einladung nicht notwendigerweise bedeute, dass Putin auch teilnimmt: "Um ehrlich zu sein, hätte ich meine Zweifel, ob er kommen würde".

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

24. April, 16.28 Uhr: Russland und Ukraine tauschen jeweils 193 Kriegsgefangene aus

Ukrainische Angehörige von Armee, Nationalgarde, Grenzschutz und nationaler Polizei seien in ihre Heimat zurückgekehrt, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken.

Das Verteidigungsministerium Russlands in Moskau teilte mit, die freigelassenen russischen Soldaten seien noch in Belarus, wo der Austausch stattgefunden habe.

Zuletzt hatten die Kriegsparteien Anfang März jeweils 500 Gefangene freigelassen.

Bereits vor rund einem Jahr, im Juli 2025, wurden Gefangene ausgetauscht. (Archivfoto)
Bereits vor rund einem Jahr, im Juli 2025, wurden Gefangene ausgetauscht. (Archivfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

24. April, 14.49 Uhr: Sicherheitsgespräche zwischen Selenskyj und Saudi-Arabien

Ukraines Präsident landete Freitag in Dschiddah. Selenskyj hat inmitten des Iran-Krieges engere Beziehungen zu mehreren Golf-Staaten geknüpft und Verteidigungsabkommen geschlossen, unter anderem mit Saudi-Arabien.

Damit soll die Expertise der Ukraine beim Abschuss von Drohnen weitergegeben werden. Die Ukraine entsandte zudem Dutzende Militärexperten in mehrere Länder der Region, wo diese zum Abschuss iranischer Drohnen eingesetzt wurde.

Saudi-Arabien unterhält gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland. Das Land war zudem Gastgeber von Gesprächen mit US-Vertretern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach Angaben aus Kiew in Saudi-Arabien für Gespräche mit Kronprinz Mohammed bin Salman (40) eingetroffen. (Archivbild)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach Angaben aus Kiew in Saudi-Arabien für Gespräche mit Kronprinz Mohammed bin Salman (40) eingetroffen. (Archivbild)  © -/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

24. April, 14.19 Uhr: Kiew entlässt Kommandeure wegen verfälschter Lageberichte

Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen verfälschter Lageberichte aus dem Frontgebiet in der Region Charkiw ihres Postens enthoben.

Das bisherige Kommando habe "die reale Lage verschleiert, eine Reihe von Stellungen ging verloren und es wurden Fehler bei der Versorgung von Soldaten begangen", teilte der Generalstab in sozialen Netzwerken mit. Ausgewechselt wurde neben dem Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade auch der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps.

Den Angaben nach handelt es sich um Frontabschnitte östlich des Flusses Oskil bei der Stadt Kupjansk. Mit Booten und Transportdrohnen werde dort die Versorgung der ukrainischen Einheiten sichergestellt, die durch "systematische Luft- und Raketenangriffe des Gegners" auf die Flussübergänge erschwert sei. Gegen die ehemalige Führung der 14. Sonderbrigade seien dienstliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Ein Mann zieht sein Motorrad auf einer zerstörten Brücke über den Fluss Oskil während einer Evakuierung in Kupjansk. (Archivbild)
Ein Mann zieht sein Motorrad auf einer zerstörten Brücke über den Fluss Oskil während einer Evakuierung in Kupjansk. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

24. April, 12.09 Uhr: Russischer Geheimdienst tötet mutmaßlichen Attentäter

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen angeblich geplanten Terroranschlag auf die Führung der russischen Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor verhindert.

Ein Verdächtiger aus Moskau sei bei seiner Festnahme getötet worden, hieß es. Die Behörde wirft ihm und weiteren mutmaßlich Beteiligten vor, die Sprengung eines Autos vorbereitet zu haben. Sie sollen über den Messenger Telegram von ukrainischen Geheimdiensten angeworben worden sein. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Die Zentrale des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. (Archivbild)
Die Zentrale des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. (Archivbild)  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

24. April, 10.37 Uhr: Russland drohen nach Orban-Abwahl schärfere EU-Sanktionen

Nach der Abwahl des in den vergangenen Jahren immer wieder blockierenden ungarischen Regierungschefs Viktor Orban (62) droht Russland eine deutliche Verschärfung von EU-Sanktionen.

Aus dem Kreis der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten gebe es Druck, ein 21. Paket mit Strafmaßnahmen fertigzustellen, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) nach Beratungen bei einem EU-Gipfel in Zypern. Dies würde auch ein klares Signal an Russland senden, dass es nicht darauf hoffen kann, dass der EU bei der Unterstützung der Ukraine irgendwann der Atem ausgehe.

Viktor Orban (62) hatte EU-Sanktionen gegen Russland immer wieder blockiert. (Archivbild)
Viktor Orban (62) hatte EU-Sanktionen gegen Russland immer wieder blockiert. (Archivbild)  © Omar Havana/AP/dpa

24. April, 8.14 Uhr: Ehepaar bei russischem Angriff auf Hafenstadt Odessa getötet

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa sind bei einem russischen Angriff zwei Menschen getötet worden.

Es handele sich um ein Ehepaar, beide seien 75 Jahre alt gewesen, schrieb Militärverwaltungschef Serhij Lyssak bei Telegram. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Acht von ihnen befinden sich demnach in medizinischen Einrichtungen. Moskaus Militär habe ein Wohnviertel angegriffen, schrieb Lyssak.

Durch Drohneneinschläge seien mindestens drei Wohnhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Auch auf einem Handelsschiff habe es einen Einschlag gegeben. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht worden sei.

24. April, 6.20 Uhr: Trump kontert nach Ukraine-Aussage von Prinz Harry

Nach der Aufforderung von Prinz Harry (41) an die USA zu einer aktiveren Rolle im Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump (79) zum Konter angesetzt.

Trump habe von der Aussage keine Kenntnis, er wisse nur eines: "Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich", sagte Trump im Weißen Haus auf eine Reporterfrage. "Ich glaube, ich spreche noch eher für das Vereinigte Königreich als Prinz Harry es tut", sagte Trump. "Aber ich weiß seinen Rat sehr zu schätzen."

US-Präsident Donald Trump (79).
US-Präsident Donald Trump (79).  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

24. April, 6 Uhr: Putin bei nächstem G20-Gipfel dabei?

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) am G20-Gipfel diesen Dezember in Miami geäußert.

"Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich", sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. "Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte."

23. April, 21.23 Uhr: Kanzler Merz begrüßt EU-Entscheidung für Ukraine-Darlehen

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat den Beschluss für das 90 Milliarden Euro schwere EU-Unterstützungsdarlehen für die Ukraine begrüßt.

"Ich bin sehr dankbar, dass das Darlehen der Europäischen Union jetzt endgültig freigegeben worden ist", sagte Merz beim informellen EU-Gipfel in Zypern.

Einen Tag nach Ende der Blockade des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte die zyprische EU-Ratspräsidentschaft den erfolgreichen Abschluss eines formellen Entscheidungsverfahrens für das Milliardenpaket bekanntgegeben. Damit kann die Auszahlung der ersten Darlehensbeträge an die Ukraine geplant werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte eine erste Zahlung noch in diesem Quartal in Aussicht.

Über Monate verhinderte Ungarn milliardenschwere EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Die Blockade ist nun überwunden - der Bundeskanzler zeigt sich erleichtert.
Über Monate verhinderte Ungarn milliardenschwere EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Die Blockade ist nun überwunden - der Bundeskanzler zeigt sich erleichtert.  © Petros Karadjias/AP/dpa

23. April, 21.22 Uhr: Putin zu Internetsperren: Es geht um Sicherheit

Kremlchef Wladimir Putin (73) hat die zunehmenden Internetblockaden in Russland mit der Verhinderung von Terrorismus erklärt.

Es gebe Probleme und Störungen des Internets in den großen Städten, sagte er laut Kreml bei einer Beratung mit der Regierung. Es gehe dann um operative Maßnahmen zur Verhinderung von Terroranschlägen. "Die Sicherheit von Menschen wird immer Priorität haben."

Man müsse die Bevölkerung aber im Nachhinein informieren, sagte er. Lebenswichtige Dienste wie das staatliche Serviceportal "Gosuslugi", Zahlungssysteme und eine Terminvereinbarung bei Ärzten müssten auch in Zeiten von Einschränkungen funktionieren.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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