Ukraine-Krieg: 35.000 Haushalte in der Region Odessa ohne Strom

Ukraine - Für 35.000 Haushalte im südukrainischen Gebiet Odessa ist nach einem russischen Drohnenangriff der Strom ausgefallen.

Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.
Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

Das teilte der Stromversorger DTEK mit und sprach von einem schweren Schaden. "Die Wiederherstellung der Versorgung braucht Zeit", hieß es in der Mitteilung.

In der Hafenstadt Odessa traf der Angriff ein Objekt der Infrastruktur und ein Wohnhaus, wie Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Wegen der schweren Luftangriffe der vergangenen Tage gibt es in der Hauptstadt Kiew, in Dnipro, Odessa und anderen Städten der Ukraine so gut wie keinen mehr Strom.

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Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

12. Januar, 11.00 Uhr: Großbritannien entwickelt ballistische Rakete für Ukraine

Großbritannien will rasch eine ballistische Rakete mit kurzer Reichweite für die Ukraine entwickeln.

Das Projekt mit dem Namen Nightfall soll innerhalb eines Jahres nach der Vergabe die ersten Prototypen liefern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.

Mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern und einer Tragkraft von 200 Kilogramm hochexplosiver, konventioneller Sprengköpfe sollen die Raketen dem ukrainischen Militär die Fähigkeit zu schnellen Schlägen auf wichtige militärische Ziele verleihen.

12. Januar, 10.18 Uhr: Fehlender Strom in Teilen der Ukraine

Wegen der schweren Luftangriffe fallen Heizung und Wasser aus. Zugleich herrscht strenger Frost von Nachttemperaturen bis minus 18 Grad. Die Lage ist für Millionen Menschen äußerst angespannt.

Die ukrainische Luftwaffe fing in der Nacht nach eigenen Angaben 135 von 156 angreifenden russischen Drohnen ab. Es war damit ein im Vergleich der vergangenen Wochen kleiner Angriff. Trotzdem gab es Einschläge an 18 Stellen.

Die Ukraine bewaffnet sich mit zahlreichen Drohnen. (Symbolfoto)
Die Ukraine bewaffnet sich mit zahlreichen Drohnen. (Symbolfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

12. Januar, 6.15 Uhr: Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin

Im Ringen um einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert Grünen-Bundeschefin Franziska Brandtner mehr Einsatz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Der russische Präsident Wladimir Putin wolle keinen Waffenstillstand, und der nötige Druck auf ihn werde nicht von US-Präsident Donald Trump kommen, sagte Brantner der "Süddeutschen Zeitung".

"Das müssen Merz und die EU jetzt endlich tun." Als Maßnahmen nannte sie unter anderem die Festsetzung von Russlands Schattenflotte und die Nutzung von russischem Vermögen. Außerdem müssten Länder ins Visier genommen werden, die russisches Öl kauften.

11. Januar, 16.03 Uhr: Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen

Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht.

Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von "direkten Treffern", sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien.

11. Januar, 13.58 Uhr: Selenskyj wirft Kreml gezielten Terror gegen Bevölkerung vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren Luftangriffen in dieser Woche Russland gezielten Terror gegen die Menschen seines Landes vorgeworfen.

Das russische Militär habe innerhalb der vergangenen Woche rund 1100 Drohnen, 890 gelenkte Fliegerbomben und 50 Raketen und Marschflugkörper, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, gegen die Ukraineeingesetzt, schrieb er in sozialen Netzwerken. "Auf Ziele, die keine militärische Bedeutung haben: Energieanlagen und Wohnhäuser."

11. Januar, 10.58 Uhr: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben

Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben.

"Stand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja - und das betrifft 382.500 Familien und Firmen - vollständig wiederhergestellt", sagte der Direktor des örtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.

Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)
Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

11. Januar, 9.14 Uhr: Todesopfer nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland

In Woronesch, einer Region im Westen Russlands, hat ein nächtlicher Drohnenangriff aus der Ukraine ein Todesopfer gefordert.

Die Behörden berichteten, dass eine junge Frau auf der Intensivstation ihren Verletzungen erlag.

"Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)  © ---/ukrin/dpa

10. Januar, 17.08 Uhr: Rakete auf Charkiw, Verletzte in Slowjansk

Bei einem Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben sieben Zivilisten verletzt worden.

Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft der Region Donezk mitteilte, warf das russische Militär eine schwere gelenkte Fliegerbombe vom Typ Fab-250 auf die Stadt ab. Der Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk ist die letzte Bastion im Gebiet Donezk, die die ukrainischen Kräfte noch kontrollieren. Russland beansprucht die Region für sich.

In der nördlich davon gelegenen Region Charkiw haben die Behörden einen Raketeneinschlag in der gleichnamigen Gebietshauptstadt vermeldet.

Ein Objekt der Infrastruktur und ein Mehrfamilienhaus seien getroffen worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden war demnach zunächst unklar.

Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)
Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)  © Nicolas Cleuet/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa

10. Januar, 11.41 Uhr: Verletzte in der Ukraine, Öldepot brennt in Russland

Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben.

In der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt – ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Großstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Brände ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. "Die Infrastruktur wurde beschädigt. Es gab Stromabschaltungen."

10. Januar, 7.09 Uhr: Selenskyj - Rakete war eine Drohgebärde gegen Europa

Bei dem Luftangriff auf die Ukraine hatte die russische Armee am Donnerstagabend nach eigenen Angaben auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.

Deren Sprengköpfe trafen ein Infrastrukturobjekt im westukrainischen Gebiet Lwiw, mutmaßlich einen großen Gasspeicher. Es war nach 2024 der zweite Einsatz der nuklear bestückbaren Waffe, die mit ihrer Reichweite auch Westeuropa erreichen kann.

Die Angriffe zeigten, dass Moskau sich nicht um Diplomatie und die Friedensbemühungen der USA schere, sagte Selenskyj. Der Einschlag der Rakete kurz vor der Außengrenze von EU und Nato sei "eine gleich große Herausforderung für Warschau, Bukarest, Budapest und viele andere Hauptstädte".

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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