Ukraine-Krieg: Achtjähriger durch russischen Drohnenangriff getötet

Ukraine - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit über 20 Jahren in Berlin empfangen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, l) empfängt Wolodymyr Selenskyj vor dem Bundeskanzleramt zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit vielen Jahren.  © Michael Kappeler/dpa

Merz begrüßte Selenskyj im Bundeskanzleramt, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Montag berichteten. Im Anschluss wurde der ukrainische Präsident mit militärischen Ehren in der Hauptstadt begrüßt. Merz und Selenskyj besichtigten daraufhin gemeinsam verschiedene Drohnensysteme aus deutsch-ukrainischen Kooperationsprojekten.

Im weiteren Verlauf des Tages waren Gespräche zwischen Merz und Selenskyj sowie den Delegationen beider Länder geplant. Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um weitere Hilfen für die Ukraine gehen. Nur dank massiver internationaler Unterstützung gelang es dem Land, dem seit vier Jahren währenden russischen Angriff standzuhalten. Einer der größten Unterstützer ist bis heute Deutschland.

Merz hatte sich am Montag mit Blick auf die Abwahl des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zuversichtlich gezeigt, dass ein bisher durch Ungarn blockierter Milliardenkredit für die Ukraine nun rasch freigegeben werden könne. Nachdem Orban im Dezember vergangenen Jahres zunächst einem Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine im Europäischen Rat zugestimmt hatte, blockierte er seitdem die Auszahlung.

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Die Ukraine ist dringend auf die EU-Mittel angewiesen. 60 der 90 Milliarden sollen laut Kiew in die Armee investiert werden, um deren Kampftüchtigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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14. April, 21.50 Uhr: Achtjähriger durch russischen Drohnenangriff getötet

In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist nach Behördenangaben ein achtjähriger Junge durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden.

Weitere 14 Menschen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur Ihor Taburez bei Telegram. Vier Hochhäuser wurden demnach beschädigt.

Zuvor waren bereits bei einem russischen Raketenangriff auf die Industriestadt Dnipro nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 27 verletzt worden.

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Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein Kind getötet worden. (Symbolbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

14. April, 13.47 Uhr: Deutschland finanziert hunderte Patriot-Raketen für Ukraine

Deutschland wird einen Vertrag der Ukraine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren.

Darüber hinaus sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin nach Regierungskonsultationen mit der Ukraine mit.

"Auch dieses Vorhaben wird von Deutschland finanziert und den Schutz kritischer Infrastrukturen und Städte erheblich verbessern", wurde dazu erklärt.

14. April, 13.37 Uhr: Ungarn soll blockierte EU-Ukrainehilfe rasch freigeben

Kanzler Friedrich Merz drängt nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar auf eine schnelle Freigabe des von dem Land bislang blockierten 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU für die Ukraine.

"Die Mittel für die militärische Unterstützung müssen jetzt rasch ausgezahlt werden", sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Die Ukraine brauche das Geld dringend. Die Ukraine werde ihre Verteidigung dann auch auf lange Sicht finanzieren können. "Russland sollte dies ernst nehmen", ergänzte er.

14. April, 13.27 Uhr: Deutschland und Ukraine bauen militärische Kooperation aus

Deutschland und die Ukraine bauen ihre Zusammenarbeit im militärischen Bereich weiter aus. Das haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin vereinbart.

Außerdem würden die bilateralen Beziehungen auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft angehoben, sagte Merz.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine soll noch enger werden.  © Michael Kappeler/dpa

13. April, 20.07 Uhr: Osterwaffenruhe vorbei - Drohnen treffen Chemiewerk

Nach einer Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest hat die ukrainische Armee mit Langstreckendrohnen eine Chemiefabrik im Norden Russlands beschossen.

Ziel sei ein Ammoniakwerk in Tscherepowez etwa 400 Kilometer nördlich von Moskau gewesen, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Die Fabrik stelle jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen Ammoniak, Salpeter und Salpetersäure her, die zur Produktion von Sprengstoff verwendet würden.

Auf russischer Seite bestätigte Bürgermeister Andrej Nakroschajew, dass es einen Angriff auf einen Industriebetrieb gegeben habe. Für die Stadt selbst habe keine Gefahr bestanden, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Tscherepowez liegt etwa 900 Kilometer von der Ukraineentfernt.

Ukrainische Drohnen sind nach Ablauf der Waffenruhe in einer russischen Chemiefabrik eingeschlagen. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. April, 15.32 Uhr: 16 Handlanger Russlands seit Anfang 2025 in Estland gefasst

Estlands Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben eine Rekordzahl von Personen festgenommen, die mit russischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben.

Seit Anfang 2025 seien 16 Kollaborateure aufgedeckt und ihre Aktivitäten unterbunden worden, sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde in Tallinn. Bei den meisten soll es sich demnach um Privatpersonen gehandelt haben, die nicht in einer staatlichen Institution des baltischen EU- und Nato-Landes arbeiteten und keinen Zugang zu sensiblen Informationen hatten.

13. April, 13.55 Uhr: Wahl in Ungarn beeinflusst Krieg in der Ukraine laut Kreml nicht

Die Wahlniederlage des moskaufreundlichen Regierungschefs Viktor Orban in Ungarn hat nach Angaben aus dem Kreml keinen Einfluss auf den weiteren Fortgang des Ukraine-Kriegs.

Seiner Ansicht nach habe das keine Auswirkungen auf die Perspektive des Konflikts, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Das sind wohl unterschiedliche Prozesse, daher sehe ich hier keinen Zusammenhang", betonte er. Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine.

13. April, 10.08 Uhr: Ukraine hebt Reisewarnung für Ungarn auf

Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hat die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben.

"Der Wahlkampf, der leider von Manipulationen zur Ukraine geprägt war, liegt hinter uns", erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gemäß einer Mitteilung. Damit seien die erhöhten Risiken für Provokationen entfallen, auf deren Grundlage die Reisewarnung ausgesprochen wurde.

13. April, 6.28 Uhr: Selenskyj zu Ungarn-Wahl: "überwältigender Sieg" von Magyar

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem "überwältigenden Sieg" bei der Parlamentswahl gratuliert.

Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schrieb Selenskyj am späten Abend auf der Plattform X. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.

Selenskyj schrieb weiter, Kiew sei zu gemeinsamer konstruktiver Arbeit zum Wohle beider Nationen bereit. Europa und alle europäischen Nationen müssten gestärkt werden, Millionen von Europäern wünschten sich Zusammenarbeit und Stabilität.

Zuletzt waren die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine äußerst angespannt. Der nun abgewählte Regierungschef Viktor Orban hatte zuletzt einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine blockiert.

Selenskyj freut sich nach dem Sieg von Peter Magyar auf eine konstruktive Zusammenarbeit.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

13. April, 6.25 Uhr: Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus

Kurz vor Beginn der Feierlichkeiten tauschten das russische und das ukrainische Militär Hunderte Gefangene aus – jeweils 175 Militärangehörige und 7 Zivilisten.

Beide Seiten kündigten an, dass die immer wieder vollzogenen Austausche fortgesetzt werden sollen. Das ukrainische Militär warf Russland vor, am Sonntag mehrere russische Kriegsgefangene an der Front mit Kampfdrohnen angegriffen und verletzt zu haben.

Kurz vor den Feierlichkeiten kehrten ukrainische Soldaten im Zuge eines Gefangenenaustauschs mit Russland in ihre Heimat zurück.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

13. April, 6.24 Uhr: Selenskyj scheitert mit Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scheiterte mit einem Vorschlag, aus der Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow bekräftige im russischen Staatsfernsehen, dass die Kampfhandlungen nach Ablauf wieder aufgenommen würden, wenn Selenskyj keine Entscheidung treffe, sich auf die russischen Bedingungen für einen Frieden einzulassen.

Die von Moskau geforderte Gebietsabtretung im Donezk-Gebiet als Grundlage für Friedensgespräche lehnt Kiew weiterhin kategorisch ab.

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