Ukraine-Krieg: Angriff trifft russischen Ölhafen an Schwarzmeerküste

Ukraine - Die Ukraine ist nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu Friedensverhandlungen und Kompromissen bereit, fordert selbiges aber auch von Russland.

Nächste Woche steht eine neue Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA an. Kurz davor erhöht Trump (79) den Druck auf Kiew. (Archivbild)
Nächste Woche steht eine neue Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA an. Kurz davor erhöht Trump (79) den Druck auf Kiew. (Archivbild)  © Matt Rourke/AP/dpa

"Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt", sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich warf er Moskau vor, keine Zugeständnisse zu machen.

Selenskyj ist zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden kann.

"Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren", sagte er.

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15. Februar, 8.33 Uhr: Angriff trifft russischen Ölhafen an Schwarzmeerküste

Die Ukraine hat nach russischen Angaben die Schwarzmeerküste Russlands mit Drohnen angegriffen und einen Öltank in Brand geschossen.

Der Gouverneur der betroffenen Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, sprach auf Telegram von einem "massiven Angriff", der die ganze Nacht gedauert habe.

Getroffen wurde demnach ein Tank mit Ölprodukten bei einem Ölverladehafen auf der Halbinsel Taman. Der Terminal war schon mehrmals Ziel ukrainischer Attacken. Kondratjew sprach auch von kleineren Schäden bei Anapa und Sotschi. Es habe zwei Verletzte gegeben.

Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)
Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. Februar, 7.14 Uhr: Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden.

Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) in der Münchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk (68).

15. Februar, 7.12 Uhr: Selenskyj gibt sich dialogbereit und drängt auf neue Hilfen

Die Ukraine ist nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu Friedensverhandlungen und Kompromissen bereit, fordert selbiges aber auch von Russland.

"Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt", sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich warf er Moskau vor, keine Zugeständnisse zu machen.

Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. "Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren."

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) zeigt sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz verhandlungsbereit - und setzt vor allem auf die Europäer für einen "gerechten Frieden".
Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) zeigt sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz verhandlungsbereit - und setzt vor allem auf die Europäer für einen "gerechten Frieden".  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 18.05 Uhr: Selenskyj für Wahlen bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land erneuert.

Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. "Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten", sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.

Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur, dann sei es möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskyj nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.

14. Februar, 13.54 Uhr: Selenskyj drängt in München zur Eile bei Hilfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei seinem Auftritt auf der Münchener Sicherheitskonferenz den Westen dazu aufgerufen, bei der Unterstützung seines Landes Geschlossenheit und Tempo zu demonstrieren.

Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs massiv weiterentwickelt, dementsprechend schnell brauche die Ukraine bei ihrer Verteidigung Hilfe von ihren Partnern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) spricht dem Westen bei der Sicherheitskonferenz in München Dank für die Hilfen aus. Zugleich mahnt er, dass die Lieferungen schneller nötig seien.
Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) spricht dem Westen bei der Sicherheitskonferenz in München Dank für die Hilfen aus. Zugleich mahnt er, dass die Lieferungen schneller nötig seien.  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 11.07 Uhr: Starmer - Müssen zum Kampf bereit sein

Der britische Premierminister Keir Starmer hat angesichts der Bedrohung durch Russland eine Aufrüstung der europäischen Partner angemahnt.

"Hard power", die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei "die Währung unsere Zeit", sagte Starmer während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, und diese müsse aufgebaut werden.

14. Februar, 8.16 Uhr: Verletzte und eine Tote nach russischen Angriffen

Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen.

Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt.

Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden.

Es gab wieder Angriffe auf Odessa.
Es gab wieder Angriffe auf Odessa.  © IMAGO / Avalon.red

13. Februar, 22.29 Uhr: Selenskyj lehnt Rückzug aus dem Donbass ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt.

Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

13. Februar, 16.47 Uhr: Schneckentempo! Rutte spottet über russische Streitkräfte

Der Nato-Generalsekretär hat das Tempo des russischen Vormarsches in der Ukraine mit dem einer Gartenschnecke verglichen.

"Dieser sogenannte russische Bär existiert nicht", sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Unterm Strich bewegt sich das kaum schneller als eine Gartenschnecke."

Rutte (58) verwies zudem auf die enormen Verluste der russischen Streitkräfte in dem Angriffskrieg. Allein im Dezember seien 35.000 russische Soldaten gefallen, im Januar ebenfalls 30.000. "Das sind die Fakten. Deshalb müssen wir die Ukraine stark halten, denn wir sehen, dass sie unsere Unterstützung bestmöglich nutzt", sagte er. Er wolle bei der Münchner Sicherheitskonferenz klarmachen, dass die Russen nicht gewinnen, wie manche dächten.

Mark Rutte (58), NATO-Generalsekretär, am Freitag in München.
Mark Rutte (58), NATO-Generalsekretär, am Freitag in München.  © Marijan Murat/dpa

13. Februar, 16.44 Uhr: Deutsch-ukrainische Drohnenproduktion für die Front startet

Ein erstes gemeinsames deutsch-ukrainisches Rüstungsunternehmen will bis Jahresende mindestens 10.000 Drohnen für die gegen die russische Invasion kämpfenden Streitkräfte der Ukraine liefern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) nahm vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz eine frisch produzierte Drohne aus der in Süddeutschland gelegenen Anlage entgegen - die Örtlichkeit soll geheim bleiben.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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