Ukraine-Krieg: Brand nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölraffinerie

Ukraine - Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie hat nach russischen Angaben einen Brand in der Teilrepublik Baschkortostan ausgelöst.

Seit mehr als vier Jahren dauert der Ukraine-Krieg inzwischen an.  © -/AP/dpa

Mehrere Drohnen seien beim Anflug auf die Anlage in der Großstadt Ufa abgewehrt worden, schrieb Republikchef Radi Chabirow bei Telegram.

Trümmer einer Drohne seien im Gewerbegebiet abgestürzt, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, führte er aus. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen.

Tote und Verletzte gab es ihm zufolge nicht.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Baschkortostan liegt rund 1400 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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2. April, 8.43 Uhr: Toter und Verletzte in der Ukraine

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet.

Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele im russischen Hinterland an. Kiew nimmt dabei gezielt die Ölindustrie ins Visier, um Moskaus Kriegskasse zu schaden und Treibstoffnachschub für die Armee zu erschweren.

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2. April, 8.42 Uhr: Brand nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölraffinerie

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie hat nach russischen Angaben einen Brand in der Teilrepublik Baschkortostan ausgelöst.

Mehrere Drohnen seien beim Anflug auf die Anlage in der Großstadt Ufa abgewehrt worden, schrieb Republikchef Radi Chabirow bei Telegram.

Trümmer einer Drohne seien im Gewerbegebiet abgestürzt, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, führte er aus. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen.

Um Moskaus Kriegskasse zu schaden, zielt Kiew in seinem Abwehrkampf auf die russische Ölindustrie. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

2. April, 6.41 Uhr: Nato-Chef reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump (79) nach Washington reisen.

Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagte seine Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.

Themen der Beratungen dürften die andauernden Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie der im Sommer anstehende Nato-Gipfel in der Türkei sein.

1. April, 20.37 Uhr: Selenskyj spricht mit Trump-Vertretern über Friedensprozess

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump (79) über den Friedensprozess für sein Land beraten.

Selenskyj schrieb im Portal X, von US-Seite seien der Sondergesandte Steve Witkoff (69), Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) und Senator Lindsey Graham (70) zugeschaltet gewesen. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) nahm demnach an der Videoschalte teil.

"Die Ukraine schätzt jeden Einsatz Amerikas, einen würdigen Frieden zu schaffen", schrieb Selenskyj in Kiew. Man sei übereingekommen, dass die Teams in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine arbeiten. "Das ist, was den Weg zu einem zuverlässigen Ende des Krieges bahnen kann."

1. April, 16.54 Uhr: Vier Tote bei Drohnenexplosion

In der Zentralukraine sind vier Menschen infolge einer Drohnenexplosion getötet worden. Sie haben sich einer abgestürzten Drohne aus Neugier genähert, wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Tscherkassy mitteilte.

Der Flugkörper sei während eines Luftalarms im Landkreis Solotonoscha auf offenen Gelände außerhalb von Ortschaften herabgestürzt. Nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez handelte es sich um eine russische Drohne.

In der Zentralukraine wurden mehrere Menschen durch eine russische Drohne getötet. (Symbolfoto)  © Andreas Stein/dpa

1. April, 16.19 Uhr: Abgestürzte Drohne in Finnland stammte aus der Ukraine

Eine Drohne, die nahe der russischen Grenze in Finnland abgestürzt war, stammt aus der Ukraine. Das bestätigte die finnische Polizei am Mittwoch.

Die Drohne war am Dienstag auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Ostgrenze des Landes entdeckt worden. Mit einer kontrollierten Explosion machte die Polizei sie unschädlich. Erst vor wenigen Tagen waren zwei ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand. 

Kiew hatte sich für den Vorfall am Sonntag entschuldigt. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien, hieß es.

1. April, 14.41 Uhr: EU-Kommission treibt Vorbereitungen für Ukraine-Kredit voran

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen (67) treibt die Vorbereitungen zur Auszahlung neuer Milliardenhilfen an die Ukraine ungeachtet des ungarischen Vetos voran.

Die Behörde legte in Brüssel einen Vorschlag vor, der nach einer Aufhebung der Blockade Budapests die Bereitstellung von 45 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres ermöglichen soll.

Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarns Regierungschef Viktor Orban (62) hat ein Veto gegen das derzeitige Finanzierungskonzept für die neuen Ukraine-Hilfen eingelegt.

Ursula von der Leyen (67) setzt sich nachdrücklich für eine weitere milliardenschwere Unterstützung für die Ukraine ein.  © Michael Kappeler/dpa

1. April, 6.27 Uhr: EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen.

"Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen", sagte Kallas den ARD-"Tagesthemen". Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.

"Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen", sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.

Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.

Russland setzt die Schattenflotte ein, um etwa Sanktionen beim Öltransport zu umgehen.  © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

31. März 21.23 Uhr: Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt.

Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen "wo wir stehen" und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.

Selenskyj hat das Videogespräch bei einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew angekündigt.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

31. März, 19.13 Uhr: Oster-Waffenruhe? - Kreml fordert von Selenskyj Vorschlag

Russland hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Konkretisierung seines Vorschlags einer Waffenruhe über Ostern aufgefordert und zugleich Bedenken gezeigt.

Eine klare Formulierung der Initiative habe Moskau bisher nicht gesehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er machte deutlich, dass Russland vielmehr eine grundsätzliche Lösung des Konflikts anstrebe.

Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) sollte Selenskyj die Verantwortung übernehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen.  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

31. März, 17.07 Uhr: Explosion in russischer Chemiefabrik - Drohnenangriff?

Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben.

Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden.

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