Ukraine - Bei einem Drohnenangriff auf die Hafen- und Industriestadt Taganrog in der Region Rostow im Südwesten Russlands an der Grenze zur Ukraine ist nach Angaben der Bürgermeisterin ein Mensch getötet worden.
Bei dem Angriff seien acht weitere Menschen verletzt und Wohnhäuser, öffentliche Einrichtungen und Industrieanlagen durch herabstürzende Trümmer einer Drohne beschädigt worden, teilte Kambulowa am Montag im Onlinedienst Telegram mit.
In der südwestrussischen Stadt Krasnodar wurden dem Bürgermeister zufolge drei Menschen bei Drohnenangriffen verletzt, darunter zwei Kinder.
In der westrussischen Grenzregion Belgorod wurden zwei Frauen in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem "Drohnen der ukrainischen Streitkräfte" Fahrzeuge getroffen hatten, wie der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram mitteilte.
Die Rettungsdienste würden eines der Fahrzeuge bei Tageslicht untersuchen, um zu prüfen, ob sich weitere Menschen an Bord befanden, fügte er hinzu.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
30. März, 18.56 Uhr: Deutschland und Polen sichern Ukraine Unterstützung zu
Deutschland und Polen sichern der Ukraine auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ihre unverbrüchliche Unterstützung zu.
Es gebe "die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) bei einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski (63) in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Krzyzowa (Kreisau).
30. März, 18.53 Uhr: Selenskyj spricht mit wegen Drohnen-Absturz mit Finnlands Staatschef
Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb (57) geführt.
"Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen.
30. März, 14 Uhr: Tichanowskaja - EU-Sanktionen gegen Belarus nicht lockern
Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hält eine Lockerung von EU-Sanktionen gegen ihr Heimatland für den falschen Weg und weist entsprechende US-Forderungen zurück.
"Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern und drängen sie, keinen Druck auf die EU-Länder, insbesondere Litauen, auszuüben, die europäischen Sanktionen aufzuheben", sagte Tichanowskaja litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. "Uns allen ist klar, dass beispielsweise die Aufhebung der Sanktionen gegen Kalidünger das Regime nur stärken und zusätzliche Mittel für Repressionen und den Krieg in der Ukraine bereitstellen würde."
30. März, 11.34 Uhr: Moskau weist erneut britischen Diplomaten aus
Russland hat erneut einen britischen Diplomaten unter dem Vorwurf angeblicher Spionage ausgewiesen. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Der Mann im Rang eines zweiten Sekretärs müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen.
Schon im März hatte Moskau einem britischen Diplomaten die Akkreditierung entzogen, also die offizielle Arbeitserlaubnis. Der FSB warnte russische Bürger, zu Veranstaltungen in die britische Botschaft zu gehen, weil man dort auch auf Geheimdienstler stoßen könne.
Immer wieder streiten die beiden Länder, weil Diplomaten ihren Aufenthalt angeblich für geheimdienstliche Tätigkeit nutzen.
30. März, 6.42 Uhr: Empörung in Ukraine über Äußerung von Rheinmetall-Chef
Mit der Gleichsetzung ukrainischer Drohnenhersteller mit "Hausfrauen" hat Rheinmetall-Chef Armin Papperger Empörung in der Ukraine ausgelöst. Das Rüstungsunternehmen aus Düsseldorf versuchte am Sonntag zu beschwichtigen und lobte den Beitrag "jeder einzelnen Frau und jedes Mannes in der Ukraine" zur Verteidigung des Landes.
In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "The Atlantic" hatte Papperger auf eine Frage zur Entwicklung von Drohnentechnologie in der Ukraine gesagt, dies sei "wie mit Lego zu spielen". Der Rheinmetall-Chef verglich zudem wichtige ukrainische Drohnenbauer mit "Hausfrauen": "Sie haben 3-D-Drucker in der Küche, und sie stellen Drohnenteile her. Das ist keine Innovation."
Die Äußerung löste eine scharfe Reaktion des ukrainischen Präsidentenberaters Alexander Kamyschin aus, der im Onlinedienst X die Erfolge ukrainischer Drohnen gegen russische Panzer hervorhob. Bei seinen Besuchen in Waffenfabriken habe er häufig ukrainische Frauen gesehen, die genauso arbeiteten wie Männer: "Sie sind großartige Hausfrauen, und doch müssen sie hart in den Militärfabriken arbeiten", schrieb Kamyschin. An Rheinmetall gewandt fügte er hinzu: "Sie verdienen Respekt."
30. März, 5 Uhr: Trump freut sich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat
US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko "herzlichst" für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt.
Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert.
Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Kritiker lehnen den Friedensrat als Angriff auf die Vereinten Nationen ab. Das umstrittene Gremium ist auf Trump zugeschnitten und gilt - anders als die UN - nicht als unparteiisch.