Ukraine-Krieg: Drei Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa

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Ukraine - Die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine kommt am Montag zu Beratungen in Paris zusammen.

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Frankreich-Präsident Emmanuel Macron (48, r.) treffen in Paris aufeinander. Ob Wolodymyr Selenskyj (48, M.) auch dabei sein wird, ist noch offen.
Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Frankreich-Präsident Emmanuel Macron (48, r.) treffen in Paris aufeinander. Ob Wolodymyr Selenskyj (48, M.) auch dabei sein wird, ist noch offen.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron (48) unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen.

Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) bestätigt. Unklar war, ob auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bei den Beratungen dabei sein wird.

Bei dem Treffen in Paris wird auch über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Landes gesprochen werden, das sich seit Februar 2022 einer russischen Invasion erwehrt. Beim Nato-Gipfel in Ankara gab es neue Hilfszusagen für die Ukraine.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

13. Juli, 13.43 Uhr: Drei Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf einen ausländischen Frachter in der Ukraine sind nach Kiewer Angaben mindestens drei Besatzungsmitglieder getötet worden.

Außerdem habe es auf dem Schiff unter der Flagge von Togo fünf Verletzte gegeben, teilte der ukrainische Wiederaufbauminister Olexij Kuleba auf Telegram mit. Der Frachter sei während des Entladens von Mineraldünger in einem Schwarzmeerhafen bei Odessa getroffen worden.

In Odessa selbst wurden durch den nächtlichen Angriff mehr als ein Dutzend Busse in einem Fuhrpark zerstört oder beschädigt, wie Bürgermeister Oleh Kiper mitteilte. Wohnhäuser und ein Sanatorium seien beschädigt worden. Kiper sprach von mindestens fünf Verletzten.

Moskaus Angriff auf den Schiffsverkehr in Odessa wirkt dabei wie eine Antwort auf die ukrainischen Drohnenattacken gegen russische Tankschiffe im Asowschen Meer. (Symbolfoto)
Moskaus Angriff auf den Schiffsverkehr in Odessa wirkt dabei wie eine Antwort auf die ukrainischen Drohnenattacken gegen russische Tankschiffe im Asowschen Meer. (Symbolfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. Juli, 10.41 Uhr: Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen nahe Moskau

Bei ukrainischen Drohnenattacken sind nahe der Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden.

Die Menschen kamen beim Absturz einer Drohne in der Siedlung Pionerski in der Stadt Istra ums Leben, wie der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, bei Telegram mitteilte. "In fünf Privathäusern brachen Brände aus", sagte er. Im Laufe der Nacht seien 81 Drohnen abgeschossen worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

In Solnetschnogorsk schlug laut Worobjow eine Drohne in einem Mehrfamilienhaus ein. Zwei Menschen seien verletzt worden. Im Moskauer Gebiet wurden demnach mehrere Wohnhäuser beschädigt.

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass in der Nacht in verschiedenen Regionen insgesamt 342 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Zu Treffern macht das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben.

13. Juli, 6.10 Uhr: Kämpfe in der Ukraine dauern an

Die Kampfhandlungen an den Fronten im Osten und Südosten der Ukraine dauern unterdessen unvermindert an. Schwerpunkte seien zuletzt die Umgebung von Kostjantyniwka, Kramatorsk sowie Slowjansk gewesen, erklärte der Generalstab in Kiew in seinem Lagebericht am Sonntagabend.

Die russischen Truppen seien bei ihren Angriffen von der Luftwaffe unterstützt worden, die über 150 Gleitbomben gegen ukrainische Stellungen eingesetzt habe. Eine unabhängige Prüfung der Angaben war nicht möglich.

Dieses vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen ausgebrannten Reisebus nach einem russischen Luftangriff.
Dieses vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen ausgebrannten Reisebus nach einem russischen Luftangriff.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

13. Juli, 6.05 Uhr: EU-Außenminister erörtern neue Sanktionen gegen Russland

Auch die Außenminister der EU-Staaten beraten bei ihrem letzten regulären Treffen vor der Sommerpause in Brüssel über die Lage im Ukraine-Krieg.

Geplant ist, weitere Sanktionen gegen Personen, Einrichtungen und Organisationen aus Russland zu verhängen.

Aus Deutschland wird Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) zu den Gesprächen erwartet. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha ist zu einem informellen Gedankenaustausch nach Brüssel eingeladen.

Weiterer Druck auf Moskau könnte zudem aus Washington kommen. Einflussreiche Senatoren beider Parteien teilten vergangene Woche mit, sich mit der US-Regierung auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt zu haben.

12. Juli, 18.56 Uhr: Mehrere Tote bei ukrainischen Angriffen nahe AKW

Bei ukrainischen Angriffen auf die von russischen Truppen besetzte Stadt Enerhodar in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja sind nach russischen Angaben mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

Weitere vier Bewohner der Stadt seien verletzt worden, sagten Alexej Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, sowie der von Moskau eingesetzte regionale Gouverneur Jewgenij Balizkij. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Lichatschow warf europäischen Politikern und Organisationen nach Angaben der Staatsagentur Tass vor, sich "hinter dem Deckmantel europäischer Politkorrektheit zu verstecken" oder die Angriffe gegen Enerhodar "einfach zu ignorieren". Nach seiner Darstellung kamen seit Ende April im Stadtgebiet mindestens elf Bewohner bei ukrainischen Angriffen ums Leben.

Nahe dem AKW Saporischschja sollen mindestens sieben Menschen bei ukrainischen Angriffen getötet worden sein. (Archivbild)
Nahe dem AKW Saporischschja sollen mindestens sieben Menschen bei ukrainischen Angriffen getötet worden sein. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

12. Juli, 18.21 Uhr: Koalition der Willigen berät in Paris zur Ukraine-Hilfe

Die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine kommt am Montag (17 Uhr) zu Beratungen in Paris zusammen.

Bei den Gesprächen der von Frankreich und Großbritannien angeführten Koalition zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Manöver gehen. Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) bestätigt.

Themen sind außerdem die Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die weitere Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes. Das Treffen findet kurz nach dem Nato-Gipfel der vergangenen Woche statt, bei der es neue Unterstützungszusagen für die Ukraine gegeben hatte.

12. Juli, 16.10 Uhr: Selenskyj kündigt Regierungsumbau in der Ukraine an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat eine Kabinettsumbildung angekündigt.

Er begründete dies unter anderem mit einem außenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken. Er habe darüber auch mit Regierungschefin Julija Swyrydenko (40) gesprochen.

"Wir haben festgestellt, dass für die Veränderung eine Erneuerung des Ministerkabinetts nötig ist", schrieb er bei Telegram. Er dankte Swyrydenko für ihren Einsatz und kündigte an, ihr die Leitung der Diplomatie mit den wichtigsten Partnern der Ukraine anzubieten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will Regierungschefin Julija Swyrydenko (40) einen neuen Posten anbieten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will Regierungschefin Julija Swyrydenko (40) einen neuen Posten anbieten.  © ---/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

12. Juli, 13.45 Uhr: Vier Tote bei erneuten russischen Raketen- und Drohnenangriffen

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zu Sonntag nach örtlichen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden.

In der Region Dnipropetrowsk im östlichen Zentrum des Landes seien drei Menschen bei Drohnen- und Artillerie-Angriffen gestorben, erklärte der örtliche Militärgouverneur Olexandr Gandscha. Zwei der Todesopfer gab es demnach bei einem Angriff auf eine Industrieanlage in Krywyj Rih.

In Cherson im Süden der Ukraine wurde überdies ein 48-jähriger Mann durch eine von einer Drohne abgeworfene Sprengvorrichtung getötet, wie der Chef der Militärverwaltung der frontnahen Stadt, Jaroslaw Tschanko, im Onlinedienst Telegram mitteilte.

12. Juli, 7.23 Uhr: Acht Tote bei russischen Angriffen - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz

Bei russischen Angriffen mit Raketen, Drohnen und Lenkbomben sind in der Ukraine am Samstag acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, Russland habe sein Land in der Nacht mit mehr als 120 Drohnen und zwölf Raketen angegriffen. Er appellierte an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen.

"Zivile Infrastruktur wurde getroffen, bevor Luftalarm ausgerufen wurde", erkläre Selenskyj. Er veröffentlichte Videos von Einsatzkräften, die in den Trümmern von Gebäuden nach Verschütteten suchten. In der Hauptstadt Kiew seien Wohngebäude, Büros und eine theologische Lehranstalt beschädigt worden, erklärte der Staatschef. Auch in anderen Landesteilen liefen Bergungseinsätze.

Wolodymyr Selenskyj (48) appellierte an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen.
Wolodymyr Selenskyj (48) appellierte an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen.  © Jens Büttner/dpa

11. Juli, 22.08 Uhr: Selenskyj will Beamte nach verheerenden Explosionen bestrafen

Bei einem russischen Raketenangriff gingen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft - nun will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) die verantwortlichen Beamten bestrafen.

Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, "doch all diese Vorschriften wurden missachtet", klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Plätze in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen. Laut Selenskyj waren für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.

Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wyschnewe unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch den Einschlag und die Folgeexplosionen kamen in Wyschnewe nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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