Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

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Ukraine - Mehrere Senatoren der beiden großen Parteien in den USA haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt - ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham (†71).

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) reicht dem US-Senator Lindsey Graham (†71) die Hand. (Archivbild)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) reicht dem US-Senator Lindsey Graham (†71) die Hand. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sehe Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal (80). Namentlich erwähnte er dabei unter anderem China und Indien. 

Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des Erdgases aus Russland importieren und "bedeutende Maßnahmen" ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren.

"Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen", hob Blumenthal hervor.

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Er betonte zudem, dass die Initiative zwar mitunter als "Zollgesetz" bezeichnet worden sei, der Entwurf jedoch umfassende Sanktionen gegen weite Teile der russischen Wirtschaft vorsehe.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

15. Juli, 12.21 Uhr: Ukrainer beschießen russische Tanker im Schwarzen Meer

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben mit dem Beschuss russischer Tanker im Schwarzen Meer begonnen.

"Die ersten 20 Tanker im Schwarzen Meer wurden in der Nacht zum 15. Juli erledigt", schrieb der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf seinem Telegramkanal. Die Drohnen hätten 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schleppschiff getroffen. 

Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu prüfen. Zuvor berichteten die Ukrainer, im Asowschen Meer aktiv gewesen zu sein. Nach Angaben Browdis wurden im Asowschen Meer insgesamt 116 Schiffe attackiert. Damit sei "die erste Runde des Seekriegs beendet", schrieb er. 

Nun gehe es darum, im Schwarzen Meer mindestens genauso viele russische Tanker zur Strecke zu bringen. Seiner Darstellung nach konzentriert sich die Ukraine dabei auf Schiffe der russischen Schattenflotte, die Moskau zur Umgehung westlicher Sanktionen nutzt. Das Asowsche Meer ist ein Randmeer des Schwarzen Meeres, verbunden mit diesem durch die Meerenge von Kertsch. 

Seit einer Woche setzen ukrainische Drohnen russischen Tankern auf See zu. Nachdem mehr als 100 Schiffe im Asowschen Meer getroffen worden sein sollen, verkündet Kiew eine neue Phase im Seekrieg. (Archivbild)
Seit einer Woche setzen ukrainische Drohnen russischen Tankern auf See zu. Nachdem mehr als 100 Schiffe im Asowschen Meer getroffen worden sein sollen, verkündet Kiew eine neue Phase im Seekrieg. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. Juli, 8.48 Uhr: Von der Leyen will in Kiew Initiativen zur Verteidigung ankündigen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht zum elften Mal seit Kriegsbeginn die Ukraine. "Ich werde neue Initiativen zur Integration unserer Verteidigungsindustrien ankündigen. Damit wir mehr und schneller produzieren können", kündigte sie nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Kiew auf X an. 

Es sei ein besonderer Moment: "Die Ukraine hat eine starke militärische Dynamik aufgebaut. Das Blatt wendet sich." Bei dem Besuch werde man außerdem über den EU-Beitritt und die Vorbereitungen auf den kommenden Winter sprechen. 

Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine voran. Mit einem Abschluss der Gespräche wird bei der Ukraine aber nicht vor dem kommenden Jahrzehnt gerechnet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj werde zudem von der Leyen mit einem neuen Orden auszeichnen, "der herausragende persönliche Verdienste bei der Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung ihrer Unabhängigkeit und der Sicherheit ganz Europas würdigt", schrieb ihre Sprecherin bei X.

Ursula von der Leyen (67), Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen (67), Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Virginia Mayo/AP/dpa

15. Juli, 6.14 Uhr: Drei Tote laut ukrainische Behörden bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe

Bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe vor der Küste der Region Odessa und im Schwarzen Meer sind am Dienstag nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden.

Bei Angriffen auf Hafeninfrastruktur in der Region Odessa sei ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff von einer Drohne getroffen worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. "An Bord brach ein Feuer aus. Leider wurden zwei Menschen getötet."

Im Schwarzen Meer seien außerdem zwei unter tansanischer und liberianischer Flagge fahrende Handelsschiffe angegriffen worden, erklärte Kiper. Der Kapitän eines der beiden Schiffe sei dabei getötet worden. Die übrigen elf Besatzungsmitglieder, von denen drei verletzt worden seien, wurden nach Angaben des Gouverneurs in Sicherheit gebracht.

"Jeder dieser zynischen feindlichen Angriffe stellt ein Kriegsverbrechen gegen die friedliche Bevölkerung, die zivile Schifffahrt und die globale Ernährungssicherheit dar", betonte der Gouverneur.

Russland griff erneut mehrere Schiffe bei Odessa mit Drohnen an. Es gibt Opfer.
Russland griff erneut mehrere Schiffe bei Odessa mit Drohnen an. Es gibt Opfer.  © Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

15. Juli, 6.09 Uhr: Graham verkündete Unterstützung des Weißen Hauses in Kiew

US-Senator Lindsey Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Freitag Unterstützung des Weißen Hauses für ein neues Sanktionspaket gegen Russland verkündet.

Trump habe die Republikaner im vergangenen Sommer dazu aufgefordert, von einer damals bereits kurz bevorstehenden Verabschiedung von Russland-Sanktionen abzusehen, schreibt das Nachrichtenportal "Axios". Der überarbeitete Entwurf sei nun ein Kompromiss, den der Trump-Verbündete Graham mit der US-Regierung ausgehandelt habe. 

Auf die Frage, ob er das Paket für neue Russland-Sanktionen unterzeichnen würde, falls es den Kongress passieren sollte, legte sich Trump am Dienstag nicht eindeutig fest. Er deutete aber Unterstützung an. "Nun, ich weiß, dass Lindsey das unbedingt wollte", sagte der US-Präsident im Weißen Haus. "Das war sein Anliegen."

Graham habe die Sanktionen mehr als alles andere gewollt und die Chancen stünden gut, dass sie umgesetzt würden.

Titelfoto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

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