Ukraine-Krieg: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben

Ukraine - In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Behörden an den Folgen eines nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben.

Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.
Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.

Nach Angaben Gussews handelt es sich um einen "der schwersten Drohnenangriffe seit Beginn der militärischen Spezialoperation" auf die Stadt.

Mit dem Begriff bezeichnen russische Funktionäre den von Kremlchef Wladimir Putin vor knapp vier Jahren befohlenen Krieg gegen die Ukraine.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

11. Januar, 16.03 Uhr: Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen

Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht.

Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von "direkten Treffern", sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien.

11. Januar, 13.58 Uhr: Selenskyj wirft Kreml gezielten Terror gegen Bevölkerung vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren Luftangriffen in dieser Woche Russland gezielten Terror gegen die Menschen seines Landes vorgeworfen.

Das russische Militär habe innerhalb der vergangenen Woche rund 1100 Drohnen, 890 gelenkte Fliegerbomben und 50 Raketen und Marschflugkörper, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, gegen die Ukraineeingesetzt, schrieb er in sozialen Netzwerken. "Auf Ziele, die keine militärische Bedeutung haben: Energieanlagen und Wohnhäuser."

11. Januar, 10.58 Uhr: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben

Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben.

"Stand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja - und das betrifft 382.500 Familien und Firmen - vollständig wiederhergestellt", sagte der Direktor des örtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.

Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)
Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

11. Januar, 9.14 Uhr: Todesopfer nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland

In Woronesch, einer Region im Westen Russlands, hat ein nächtlicher Drohnenangriff aus der Ukraine ein Todesopfer gefordert.

Die Behörden berichteten, dass eine junge Frau auf der Intensivstation ihren Verletzungen erlag.

"Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)  © ---/ukrin/dpa

10. Januar, 17.08 Uhr: Rakete auf Charkiw, Verletzte in Slowjansk

Bei einem Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben sieben Zivilisten verletzt worden.

Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft der Region Donezk mitteilte, warf das russische Militär eine schwere gelenkte Fliegerbombe vom Typ Fab-250 auf die Stadt ab. Der Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk ist die letzte Bastion im Gebiet Donezk, die die ukrainischen Kräfte noch kontrollieren. Russland beansprucht die Region für sich.

In der nördlich davon gelegenen Region Charkiw haben die Behörden einen Raketeneinschlag in der gleichnamigen Gebietshauptstadt vermeldet.

Ein Objekt der Infrastruktur und ein Mehrfamilienhaus seien getroffen worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden war demnach zunächst unklar.

Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)
Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)  © Nicolas Cleuet/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa

10. Januar, 11.41 Uhr: Verletzte in der Ukraine, Öldepot brennt in Russland

Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben.

In der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt – ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Großstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Brände ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. "Die Infrastruktur wurde beschädigt. Es gab Stromabschaltungen."

10. Januar, 7.09 Uhr: Selenskyj - Rakete war eine Drohgebärde gegen Europa

Bei dem Luftangriff auf die Ukraine hatte die russische Armee am Donnerstagabend nach eigenen Angaben auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.

Deren Sprengköpfe trafen ein Infrastrukturobjekt im westukrainischen Gebiet Lwiw, mutmaßlich einen großen Gasspeicher. Es war nach 2024 der zweite Einsatz der nuklear bestückbaren Waffe, die mit ihrer Reichweite auch Westeuropa erreichen kann.

Die Angriffe zeigten, dass Moskau sich nicht um Diplomatie und die Friedensbemühungen der USA schere, sagte Selenskyj. Der Einschlag der Rakete kurz vor der Außengrenze von EU und Nato sei "eine gleich große Herausforderung für Warschau, Bukarest, Budapest und viele andere Hauptstädte".

10. Januar, 7.01 Uhr: Ohne Strom und Heizung - Lage in Kiew schwierig

Bei Temperaturen von bis zu minus 17 Grad verschärft sich die Situation in Kiew und anderen ukrainischen Städten weiter, da Heizung, Strom- und Wasserversorgung ausgefallen sind.

Russland wolle mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte unbewohnbar machen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) in seiner Videobotschaft.

"Die Russen nutzen das Wetter – die Kältewelle – und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen."

Russland hat erneut eine seiner gefürchteten Mittelstreckenraketen Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. Der ukrainische Präsident Selenskyj (47) deutet dies als Drohgebärde gegen ganz Europa. (Archivbild)
Russland hat erneut eine seiner gefürchteten Mittelstreckenraketen Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. Der ukrainische Präsident Selenskyj (47) deutet dies als Drohgebärde gegen ganz Europa. (Archivbild)  © Petros Karadjias/Pool AP/dpa

9. Januar, 16.41 Uhr: Klitschko rät Kiews Bürgern die Stadt zu verlassen!

Nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew hat Bürgermeister Vitali Klitschko (54) den Einwohnern zum zeitweiligen Verlassen der Dreimillionenstadt geraten.

6000 Wohnblocks, die Hälfte der Mehrfamilienhäuser der ukrainischen Hauptstadt, könnten derzeit nicht geheizt werden, schrieb Klitschko auf Telegram. "Die städtischen Dienste arbeiten im Notfallmodus."

Der Angriff der vergangenen Nacht sei für die Infrastruktur von Kiew der bislang folgenschwerste des Krieges gewesen. Die Lage werde durch den strengen Winter verschärft. Wer anderswo Energie und Wärme finden könne, sollte die Hauptstadt vorübergehend verlassen, schrieb Klitschko.

Bürgermeister Vitali Klitschko (54) wendet sich mit bitteren Worten an Kiews Bewohner.
Bürgermeister Vitali Klitschko (54) wendet sich mit bitteren Worten an Kiews Bewohner.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

9. Januar, 14.25 Uhr: Selenskyj fordert Reaktion der USA nach Oreschnik-Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren russischen Angriffen in der Nacht unter anderem mittels einer Rakete des Typs Oreschnik eine internationale Reaktion gefordert.

Russland habe bei der Attacke 242 Drohnen, 13 ballistische Raketen – darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik – und 22 Marschflugkörper eingesetzt, schrieb Selenskyj bei Telegram. Die Angriffe hätten sich gegen zivile Infrastruktur und Wohnhäuser gerichtet.

Bisherigen Informationen zufolge gebe es vier Todesopfer und Dutzende Verletzte. "Es ist eine klare Reaktion der Welt nötig, insbesondere der USA, auf die Russland tatsächlich achtet", schrieb er.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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