Ukraine-Krieg: Empörung über Äußerung von Rheinmetall-Chef
Ukraine - Bei einem Drohnenangriff auf die Hafen- und Industriestadt Taganrog in der Region Rostow im Südwesten Russlands an der Grenze zur Ukraine ist nach Angaben der Bürgermeisterin ein Mensch getötet worden.
Bei dem Angriff seien acht weitere Menschen verletzt und Wohnhäuser, öffentliche Einrichtungen und Industrieanlagen durch herabstürzende Trümmer einer Drohne beschädigt worden, teilte Kambulowa am Montag im Onlinedienst Telegram mit.
In der südwestrussischen Stadt Krasnodar wurden dem Bürgermeister zufolge drei Menschen bei Drohnenangriffen verletzt, darunter zwei Kinder.
In der westrussischen Grenzregion Belgorod wurden zwei Frauen in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem "Drohnen der ukrainischen Streitkräfte" Fahrzeuge getroffen hatten, wie der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram mitteilte.
Die Rettungsdienste würden eines der Fahrzeuge bei Tageslicht untersuchen, um zu prüfen, ob sich weitere Menschen an Bord befanden, fügte er hinzu.
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30. März, 6.42 Uhr: Empörung in Ukraine über Äußerung von Rheinmetall-Chef
Mit der Gleichsetzung ukrainischer Drohnenhersteller mit "Hausfrauen" hat Rheinmetall-Chef Armin Papperger Empörung in der Ukraine ausgelöst. Das Rüstungsunternehmen aus Düsseldorf versuchte am Sonntag zu beschwichtigen und lobte den Beitrag "jeder einzelnen Frau und jedes Mannes in der Ukraine" zur Verteidigung des Landes.
In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "The Atlantic" hatte Papperger auf eine Frage zur Entwicklung von Drohnentechnologie in der Ukraine gesagt, dies sei "wie mit Lego zu spielen". Der Rheinmetall-Chef verglich zudem wichtige ukrainische Drohnenbauer mit "Hausfrauen": "Sie haben 3-D-Drucker in der Küche, und sie stellen Drohnenteile her. Das ist keine Innovation."
Die Äußerung löste eine scharfe Reaktion des ukrainischen Präsidentenberaters Alexander Kamyschin aus, der im Onlinedienst X die Erfolge ukrainischer Drohnen gegen russische Panzer hervorhob. Bei seinen Besuchen in Waffenfabriken habe er häufig ukrainische Frauen gesehen, die genauso arbeiteten wie Männer: "Sie sind großartige Hausfrauen, und doch müssen sie hart in den Militärfabriken arbeiten", schrieb Kamyschin. An Rheinmetall gewandt fügte er hinzu: "Sie verdienen Respekt."
30. März, 5 Uhr: Trump freut sich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat
US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko "herzlichst" für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt.
Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert.
Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Kritiker lehnen den Friedensrat als Angriff auf die Vereinten Nationen ab. Das umstrittene Gremium ist auf Trump zugeschnitten und gilt - anders als die UN - nicht als unparteiisch.
Titelfoto: RONNY HARTMANN / AFP
