Ukraine-Krieg: Vier Tote bei Drohnenexplosion

Ukraine - Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden.

Seit mehr als vier Jahren dauert der Ukraine-Krieg inzwischen an.  © -/AP/dpa

Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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1. April, 16.54 Uhr: Vier Tote bei Drohnenexplosion

In der Zentralukraine sind vier Menschen infolge einer Drohnenexplosion getötet worden. Sie haben sich einer abgestürzten Drohne aus Neugier genähert, wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Tscherkassy mitteilte.

Der Flugkörper sei während eines Luftalarms im Landkreis Solotonoscha auf offenen Gelände außerhalb von Ortschaften herabgestürzt. Nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez handelte es sich um eine russische Drohne.

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In der Zentralukraine wurden mehrere Menschen durch eine russische Drohne getötet. (Symbolfoto)  © Andreas Stein/dpa

1. April, 16.19 Uhr: Abgestürzte Drohne in Finnland stammte aus der Ukraine

Eine Drohne, die nahe der russischen Grenze in Finnland abgestürzt war, stammt aus der Ukraine. Das bestätigte die finnische Polizei am Mittwoch.

Die Drohne war am Dienstag auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Ostgrenze des Landes entdeckt worden. Mit einer kontrollierten Explosion machte die Polizei sie unschädlich. Erst vor wenigen Tagen waren zwei ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand. 

Kiew hatte sich für den Vorfall am Sonntag entschuldigt. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien, hieß es.

1. April, 14.41 Uhr: EU-Kommission treibt Vorbereitungen für Ukraine-Kredit voran

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen (67) treibt die Vorbereitungen zur Auszahlung neuer Milliardenhilfen an die Ukraine ungeachtet des ungarischen Vetos voran.

Die Behörde legte in Brüssel einen Vorschlag vor, der nach einer Aufhebung der Blockade Budapests die Bereitstellung von 45 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres ermöglichen soll.

Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarns Regierungschef Viktor Orban (62) hat ein Veto gegen das derzeitige Finanzierungskonzept für die neuen Ukraine-Hilfen eingelegt.

Ursula von der Leyen (67) setzt sich nachdrücklich für eine weitere milliardenschwere Unterstützung für die Ukraine ein.  © Michael Kappeler/dpa

1. April, 6.27 Uhr: EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen.

"Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen", sagte Kallas den ARD-"Tagesthemen". Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.

"Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen", sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.

Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.

Russland setzt die Schattenflotte ein, um etwa Sanktionen beim Öltransport zu umgehen.  © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

31. März 21.23 Uhr: Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt.

Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen "wo wir stehen" und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.

Selenskyj hat das Videogespräch bei einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew angekündigt.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

31. März, 19.13 Uhr: Oster-Waffenruhe? - Kreml fordert von Selenskyj Vorschlag

Russland hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Konkretisierung seines Vorschlags einer Waffenruhe über Ostern aufgefordert und zugleich Bedenken gezeigt.

Eine klare Formulierung der Initiative habe Moskau bisher nicht gesehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er machte deutlich, dass Russland vielmehr eine grundsätzliche Lösung des Konflikts anstrebe.

Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) sollte Selenskyj die Verantwortung übernehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen.  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

31. März, 17.07 Uhr: Explosion in russischer Chemiefabrik - Drohnenangriff?

Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben.

Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden.

31. März, 9.44 Uhr: Vier Jahre nach Butscha-Massaker - EU-Außenminister in Kiew

Außenminister Johann Wadephul (CDU, 63) und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) sind gemeinsam mit Kollegen zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen.

Die Spitzenpolitiker wollen am Vormittag bei einer Gedenkfeier an die Opfer des russischen Massakers in der Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew erinnern. Später ist dann ein Ministertreffen in der Hauptstadt geplant.

Bei den Beratungen soll es um die Frage gehen, wie sichergestellt werden kann, dass die russischen Kriegsverbrechen auch nach einem möglichen Waffenstillstand nicht straflos bleiben. Zudem dürfte die aktuelle Blockade von milliardenschweren EU-Finanzhilfen für die Ukrainedurch Ungarn Thema sein.

Johann Wadephul (CDU, 63) nimmt an der Gedenkfeier zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha in der St.-Andreas-Kirche teil.  © Ansgar Haase/dpa

31. März, 9.43 Uhr: Ukrainische Angriffsserie - Ölhafen Ust-Luga wieder getroffen

Ukrainische Langstreckendrohnen haben zum wiederholten Mal den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei St. Petersburg angegriffen.

Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, sprach von Schäden an den Hafenanlagen, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.

Am Finnischen Meerbusen seien Drohnen auch über den Landkreisen Kingisepp an der Grenze zu Estland und Wyborg an der Grenze zu Finnland geortet worden. Am Flughafen der Millionenstadt St. Petersburg mussten wegen der Drohnengefahr mehr als 60 Flüge gestrichen oder verschoben werden.

31. März, 6.12 Uhr: Toter und Verletzte in Region Poltawa

Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden.

Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Nacht für Nacht überzieht Russland die Ukraine mit Drohnenangriffen – mit schweren Folgen für Zivilisten. Die Ukraine beklagt einen Toten und Verletzte. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

30. März, 18.56 Uhr: Deutschland und Polen sichern Ukraine Unterstützung zu

Deutschland und Polen sichern der Ukraine auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ihre unverbrüchliche Unterstützung zu.

Es gebe "die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) bei einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski (63) in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Krzyzowa (Kreisau).

Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU, l.) und sein polnischer Amtskollege Radoslaw Sikorski (63, r.).  © Maciej Kulczynski/PAP/dpa

30. März, 18.53 Uhr: Selenskyj spricht mit wegen Drohnen-Absturz mit Finnlands Staatschef

Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb (57) geführt.

"Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen.

Über Finnland sind ukrainische Drohnen abgestürzt.  © -/Polizei/LEHTIKUVA/dpa

30. März, 14 Uhr: Tichanowskaja - EU-Sanktionen gegen Belarus nicht lockern

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hält eine Lockerung von EU-Sanktionen gegen ihr Heimatland für den falschen Weg und weist entsprechende US-Forderungen zurück.

"Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern und drängen sie, keinen Druck auf die EU-Länder, insbesondere Litauen, auszuüben, die europäischen Sanktionen aufzuheben", sagte Tichanowskaja litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. "Uns allen ist klar, dass beispielsweise die Aufhebung der Sanktionen gegen Kalidünger das Regime nur stärken und zusätzliche Mittel für Repressionen und den Krieg in der Ukraine bereitstellen würde."

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