Ukraine-Krieg: EU verhängt neue Russland-Sanktionen

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Ukraine - Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) will sich am Donnerstag in der philippinischen Hauptstadt Manila mit seinem US-Kollegen Marco Rubio (55) treffen.

Für Donnerstag wird ein Treffen von Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, l.) und seinem US-Kollegen Marco Rubio (55) erwartet.
Für Donnerstag wird ein Treffen von Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, l.) und seinem US-Kollegen Marco Rubio (55) erwartet.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Bei der Begegnung am Rande des Außenministertreffen der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ukrainische Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, "dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt".

Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, Öllager und Frachtschiffe verstärkt, was zu Treibstoffknappheit in vielen Landesteilen geführt hat.

Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland
Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

23. Juli, 11.31 Uhr: EU verhängt neue Russland-Sanktionen

Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt.

Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilten. 

EU-Ratspräsident António Costa (65) und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) begrüßten die Entscheidung in sozialen Medien. "Zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine militärisch an Schwung gewonnen hat, schwächen unsere Sanktionen weiterhin die wirtschaftlichen Grundlagen der russischen Kriegsführung", schrieb von der Leyen auf X. Costa teilte mit, es sei ein "entschiedener Schritt, um den Druck auf Russland zu verstärken."

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) begrüßt die neuen Russland-Sanktionen.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) begrüßt die neuen Russland-Sanktionen.  © Metin Aktas/Anadolu Pool via AP/dpa

23. Juli, 6.41 Uhr: Ukraine attackiert erneut Logistikzentren von russischem Online-Händler

Die Ukraine hat nach Behörden-Angaben erneut den größten russischen Online-Händler Wildberries ins Visier genommen und Angriffe auf dessen Logistikzentren durchgeführt.

Die Wildberries-Gründerin Tatyana Kim schrieb auf Telegram, dass die Angriffe Logistikzentren in Krasnodar und Nevinnomyssk im Süden Russlands getroffen hätten. In den sozialen Medien kursierten unbestätigte Aufnahmen, die angeblich große Brände zeigen. Nach Angaben der russischen Behörden kamen zwei Menschen ums Leben, mindestens 14 weitere wurden verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schrieb in den sozialen Medien, die Angriffe hätten "Logistikzentren" zum Ziel gehabt, "die an der Versorgung der russischen Armee mit Drohnenkomponenten, Navigationsausrüstung und anderer Ausrüstung beteiligt sind – sowie ein weiteres Öldepot".

22. Juli, 17.17 Uhr: Wadephul sucht Gespräch nach Militärwechsel in der Ukraine

Außenminister Johann Wadephul (63) will sich bei seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha über den Austausch an der Spitze der ukrainischen Armee informieren.

Er wolle kurzfristig mit Kiews geschäftsführendem Außenminister über die Sicherheitslage sowie die Personalentscheidungen, die Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) jüngst getroffen habe, sprechen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. 

"Sie wissen, Deutschland zählt, und das wird so bleiben, zu den größten Unterstützern der Ukraine, politisch, wirtschaftlich und finanziell. Und deswegen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, auch zu wissen, was dort im Einzelnen stattfindet. Aber ich bin ganz sicher, dass das Entscheidungen sind, die wir nachvollziehen können und dass insgesamt der Reformprozess innerhalb der Ukraine weiter vorangetrieben wird."

22. Juli, 16.40 Uhr: EU gegen Russlands Schattenflotte - Öltanker überprüft

Marinekräfte der EU haben im Einsatz gegen Russlands Schattenflotte einen verdächtigen Öltanker auf dem Mittelmeer überprüft.

"Jede illegale Fahrt trägt dazu bei, Russlands Kriegsmaschinerie aufrechtzuerhalten. Wir setzen unsere Sanktionen auch auf See konsequent durch", teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) auf X mit. Man erhöhe den Druck auf Russlands Schattenflotte. 

Der Öltanker "MV South Star" werde verdächtigt, unter falscher Flagge und damit unter Verstoß gegen das internationale Seerecht zu fahren. Er sei am Montag zur Überprüfung seiner Flaggenregistrierung geentert worden. 

22. Juli, 15.00 Uhr: Selenskyj verlangt mehr Offensive von neuem Armeechef

Der neue ukrainische Armeechef Mychajlo Drapatyj (43) hat nach eigenen Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) "klare Aufgaben" gestellt bekommen.

"Die Offensivhandlungen in allen Bereichen fortsetzen und verstärken", schrieb Drapatyj auf seiner Facebookseite. Dazu gehören demnach auch neue Operationen im russischen Hinterland und ein Ausbau der Streitkräfte in technologischer Hinsicht.

Drapatyj dankte Selenskyj für die Ernennung von Ihor Skybjuk zum Chef des Generalstabs. Er kenne Skybjuk bereits seit 2022. "Vor uns liegt eine schwierige Arbeit, daher gehen wir ohne vollmundige Versprechungen vor", schrieb der Generalmajor.

Für Entscheidungen werde Verantwortung übernommen, und den Soldaten an der Front werde mit Respekt begegnet.

Präsident Selenskyj (48) gibt dem neuen Oberbefehlshaber Drapatyj (43) einen klaren Auftrag.
Präsident Selenskyj (48) gibt dem neuen Oberbefehlshaber Drapatyj (43) einen klaren Auftrag.  © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa

22. Juli, 7.41 Uhr: Nächtliche Drohnenangriffe

In der Nacht herrschte wieder Luftalarm über der Ost- und Zentralukraine wegen angreifender russischer Drohnen.

Auch die Hauptstadt Kiew war betroffen. Gleichzeitig meldeten russische Gebiete wie Orjol, Kaluga oder Woronesch zeitweise Drohnen- oder Raketengefahr.

22. Juli, 7.27 Uhr: Drapatyj führt ukrainische Armee

Der 43 Jahre alte Generalmajor Mychajlo Drapatyj führt künftig die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen die russische Invasion.

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) entließ nach tagelangem Druck von Demonstranten den bisherigen Oberkommandierenden Olexander Syrskyj (60) und berief den jüngeren General auf diesen Posten. 

In einer Videobotschaft aus Kiew kündigte der Staatschef eine Neuordnung des Generalstabs in Abstimmung mit Verteidigungsministerium und Präsidialamt an. Drapatyj, seit 25 Jahren Soldat, schrieb auf Facebook: "Ich werde verantwortungsbewusst, konzentriert und mit Respekt gegenüber den Menschen arbeiten, die heute unser Land verteidigen."

Die Demonstranten in der Ukraine erringen einen Erfolg: Präsident Selenskyj trennt sich von seinem alten Armeechef. Der Neue gilt als Offizier, der seine Soldaten schützt.
Die Demonstranten in der Ukraine erringen einen Erfolg: Präsident Selenskyj trennt sich von seinem alten Armeechef. Der Neue gilt als Offizier, der seine Soldaten schützt.  © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa

21. Juli, 22.01 Uhr: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber seiner Armee

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj (60) entlassen.

Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf Telegram mit.

Mitten im Krieg mit Russland fordern in der Ukraine vor allem junge Menschen eine Entlassung von Armeechef Olexander Syrskyj (60, r.). (Archivfoto)
Mitten im Krieg mit Russland fordern in der Ukraine vor allem junge Menschen eine Entlassung von Armeechef Olexander Syrskyj (60, r.). (Archivfoto)  © Ukrainisches Präsidentialamt/Pool/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

20. Juli, 15.25 Uhr: Ukrainische Drohne tötet Menschen in Bus

In der russischen Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden.

Bei dem Einschlag in der Stadt Schebekino seien auch mindestens 23 Passagiere verletzt worden, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew mit. "Vier Frauen und ein Junge sind an ihren Verletzungen gestorben", sagte er. Der Gouverneur sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Die russische Grenzregion Belgorod wird immer wieder von ukrainischer Seite beschossen. Dabei sterben auch Zivilisten.
Die russische Grenzregion Belgorod wird immer wieder von ukrainischer Seite beschossen. Dabei sterben auch Zivilisten.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

20. Juli, 12.46 Uhr: Mehrere Menschen sterben nach Angriffen aus Russland

Bei russischen Angriffen sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden.

In der Stadt Pawlohrad im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk seien zwei Personen ums Leben gekommen, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram mit.

Weitere 13 seien verletzt worden. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft setzte Russlands Militär dabei Gleitbomben ein und beschädigte mehrstöckige Wohnhäuser und Autos.

Russland überzieht die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
Russland überzieht die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

20. Juli, 10.20 Uhr: Zahlreiche Schäden und Verletze in russischer Hauptstadt

Die Ukraine hat in der Nacht Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen.

Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, schrieb bei Telegram von zehn Verletzten in verschiedenen Städten, Bränden und Schäden.

Seinen Angaben nach lösten herabstürzende Drohnentrümmer in der Industriestadt Podolsk rund 40 Kilometer südlich von Moskau Feuer aus, zivile Infrastruktur und ein Haus wurden beschädigt.

Allein in der ebenso rund 40 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Stadt Domodedowo gab es Worobjow zufolge sieben Verletzte. Sechs von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter drei chinesische Staatsbürger.

Die Ukraine setzt bei ihren Gegenangriffen auf Drohne - in der Region um die russische Hauptstadt Moskau hat das Folgen.
Die Ukraine setzt bei ihren Gegenangriffen auf Drohne - in der Region um die russische Hauptstadt Moskau hat das Folgen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

20. Juli, 6.34 Uhr: Russischer Angriff mit Lenkbomben fordert mehrere Tote

Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden.

Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte.

Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört.

Im russischen Angriffskrieg gerät das südostukrainische Gebiet Saporischschja immer wieder unter Beschuss.
Im russischen Angriffskrieg gerät das südostukrainische Gebiet Saporischschja immer wieder unter Beschuss.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

19. Juli, 21.44 Uhr: Ukraine wirft Russland Angriff auf Schiff vor - Fünf Tote

Die Ukraine hat Russland einen Angriff auf ein Schiff aus dem westafrikanischen Land Guinea-Bissau und die Tötung von mindestens fünf Besatzungsmitgliedern vorgeworfen. Der Getreide-Frachter sei mit Marschflugkörpern in der Schwarzmeer-Region Odessa beschossen worden. Fünf Crew-Mitglieder würden noch vermisst, teilten die Seestreitkräfte mit.

Das Schiff habe sich in der Kampfzone aufgehalten, hieß es. An Bord sei ein Brand ausgebrochen, in dessen Folge mindestens fünf Mannschaftsmitglieder gestorben seien. Das Schicksal von fünf weiteren Besatzungsmitgliedern sei unklar. Die Suche nach ihnen laufe, hieß es.

Nach einem russischen Raketenangriff im Schwarzen Meer steigt Rauch aus dem unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Getreidetransporter "Golden Leo" auf.
Nach einem russischen Raketenangriff im Schwarzen Meer steigt Rauch aus dem unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Getreidetransporter "Golden Leo" auf.  © Michael Shtekel/AP/dpa

19. Juli, 16.57 Uhr: Trump fordert, Iran ins Russland-Sanktionspaket aufzunehmen

US-Präsident Donald Trump (80) hat seine republikanische Partei aufgefordert, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen.

"WICHTIG!!!", schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. "Das wollte Lindsey tun", ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt.

US-Präsident Donald Trump (80) scheint das Sanktionspaket gegen Russland endlich voranzutreiben.
US-Präsident Donald Trump (80) scheint das Sanktionspaket gegen Russland endlich voranzutreiben.  © Saul Loeb/Pool AFP/AP/dpa

19. Juli, 13.59 Uhr: Ukrainische Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

Die Ukraine hat mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land ausgelöst.

In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte nur, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten.

Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)
Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

19. Juli, 11.56 Uhr: Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew - Opfer

Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt.

Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew" sowie von einem Toten und 16 Verletzten.

"Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

Titelfoto: Metin Aktas/Anadolu Pool via AP/dpa

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