Ukraine-Krieg: EU will Grenzregionen nahe Russland besser helfen

Ukraine - Unter dem Eindruck schwerer gegenseitiger Luftangriffe haben Russland und die Ukraine unter US-Vermittlung in der Schweiz ihre zweitägigen Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgenommen.

In Genf verhandeln beide Kriegsparteien gemeinsam mit Vertretern aus den USA über ein mögliches Kriegsende.  © -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa

"Auf der Tagesordnung stehen Sicherheits- und humanitäre Fragen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow bei Telegram mit.

Die Gespräche, an denen US-Vermittler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner, teilnehmen, laufen hinter verschlossenen Türen in einem Hotel in Genf.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) sagte, dass heute noch keine Neuigkeiten zu erwarten seien, weil die Gespräche bis Mittwoch angesetzt seien.

Ukraine Tot geglaubter Soldat meldet sich bei Familie: Jetzt will der Staat ein Haufen Geld

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

18. Februar, 19.35 Uhr: EU will Grenzregionen nahe Russland besser helfen

Um die östlichen EU-Regionen an den Grenzen zu Russland, Belarus und der Ukraine stärker zu unterstützen, sollen sie nach Willen der EU-Kommission einfacheren Zugang zu Geld bekommen.

Außerdem soll in den entsprechenden Regionen in neun EU-Mitgliedsstaaten gegen Abwanderung und Arbeitskräftemangel vorgegangen werden. Das geht aus einer in Brüssel vorgestellten Strategie der Behörde hervor.

Die Stärkung von Wohlstand und Widerstandsfähigkeit dieser Regionen sei nicht nur ein Ausdruck der EU-Solidarität nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, "sondern auch eine strategische Investition in Europas Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und künftige Stabilität", hieß es.

Anzeige
Die Grenzregionen der EU zu Russland, Belarus und der Ukraine sollen besser unterstützt werden. (Archivbild)  © Alexander Welscher/dpa

18. Februar, 17.10 Uhr: Russen und Ukrainer sprachen vor Abflug erneut bilateral

Nach Abschluss der offiziellen Verhandlungen in Genf über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben Vertreter beider Kriegsparteien noch einmal direkt miteinander gesprochen.

Er habe sich vor dem Abflug noch einmal hinter verschlossenen Türen mit der ukrainischen Delegation getroffen, bestätigte der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski (55). Zum Inhalt der Gespräche machte er keine Angaben.

Laut dem russischen Politologen Sergej Markow (67) dauerte dieses "seltsame zusätzliche Treffen" eineinhalb Stunden - und damit fast so lange wie der knapp zweistündige offizielle Teil zuvor, den die USA als Vermittler begleitet hatten. An dem Gespräch nahm unter anderem der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow (43) teil.

18. Februar, 14.30 Uhr: Rasches Ende der Ukraine-Gespräche in Genf

Die zweitägigen Genfer Verhandlungen Russlands und der Ukraine über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges sind ohne greifbares Ergebnis beendet worden.

Nach knapp zweistündigen Gesprächen verließ die russische Delegation am Mittwoch den Ort des Treffens, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.

Ergebnisse der Gesprächsrunde unter Vermittlung der USA wurden nicht mitgeteilt. Der Moskauer Delegationsleiter Wladimir Medinski kündigte ein weiteres Treffen in naher Zukunft an.

"Die Gespräche dauerten zwei Tage, gestern sehr lange in verschiedenen Formaten, heute noch einmal zwei Stunden. Sie waren schwierig, aber sachlich", sagte der Ex-Kulturminister und derzeitige Berater von Kremlchef Wladimir Putin Tass zufolge.

Ein weitere Tag in Genf geht dem Ende zu - und noch immer gibt es keine Fortschritte.  © Ma Ruxuan/XinHua/dpa

18. Februar, 10.04 Uhr: Vier Jahre nach der Eskalation - "740.000 Kinder in der Ukraine kennen nichts anderes als Krieg"

"Ohne Wärme, ohne Strom, ohne Pause vom Krieg - die Menschen sind am Limit. Fast 11 Millionen Ukrainer benötigen humanitäre Hilfe", berichtet Oleksandr Novykov, Landesdirektor der internationalen Hilfsorganisation Help.

"Gerade die Kleinsten leiden am schwersten: Rund 740.000 Kinder, die in den vergangenen vier Jahren geboren wurden, kennen nichts anderes als Krieg.

Viele von ihnen mussten ihr Zuhause und ihr soziales Umfeld zurücklassen, leben in ständiger Angst und sind traumatisiert."

Seit Kriegsbeginn hat Help mehr als 5,5 Millionen Menschen in der Ukraine mit Hilfsmaßnahmen unterstützt. (Symbolfot)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

18. Februar, 6.30 Uhr: Selenskyj offen für Referendum zu Frontlinie

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des vierjährigen Krieges scheinen auf der Stelle zu treten. Der erste von zwei Verhandlungstagen in Genf endete am Abend ohne greifbare Ergebnisse.

Die Gespräche fanden unter Vermittlung des US-Sondergesandten Steve Witkoff statt und sollen heute fortgesetzt werden. Russische Staatsmedien beschrieben die Atmosphäre unter Berufung auf Verhandlungskreise als "sehr angespannt".

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 versucht das Weiße Haus, die Ukraine und Russland über Verhandlungen und wechselseitigen Druck zu einem Ende des Krieges zu bewegen.

Die europäischen Verbündeten der Ukraine beklagen, dass sie dabei als unmittelbare Nachbarn des Konflikts häufig übergangen worden seien.

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gehen nur schleppend voran.  © Jens Büttner/dpa

17. Februar, 19.59 Uhr: Erster Gesprächstag zwischen Ukrainern und Russen in Genf beendet

In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen beendet.

"Nach dem gemeinsamen Teil ist die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow auf Telegram mit. Die Unterhändler haben sich demnach auf "praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen" konzentriert. Er erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch würden die Gespräche fortgesetzt.

Auf russischer Seite bestätigten staatliche Nachrichtenagenturen das Ende der Unterredungen.

17. Februar, 19.30 Uhr: Tote nach Explosion in russischem Polizeigebäude

Bei einer Explosion in einem Militärpolizeigebäude im Norden Russlands sind drei Menschen getötet worden.

Die Leichen wurden unter den Trümmern des zum Teil zerstörten Gebäudes in Sertolowo nahe von St. Petersburg gefunden, wie Gouverneur Alexander Drosdenko bei Telegram mitteilte. Nach Medienberichten gibt es zudem weitere Verletzte. Die Explosion ist Zeugen zufolge kilometerweit zu hören gewesen.

Zu der Ursache wurde zunächst nichts bekannt. Es seien Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und einem Verstoß gegen Brandschutzvorschriften aufgenommen worden, teilte das Ermittlungskomitee mit.

Seit dem russischen Überfall auf die benachbarte Ukraine vor knapp vier Jahren verüben ukrainische Geheimdienste regelmäßig Anschläge in Russland vor allem auf militärische Objekte.

17. Februar, 19.17 Uhr: Russland droht mit Kriegsmarine zum Schutz seines Seehandels

Russland droht dem Westen mit dem Einsatz von Kriegsschiffen, um seine Handelsflotte zu beschützen.

Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew sprach in der Moskauer Zeitung "Argumenty i Fakty" von "piratenähnlichen Angriffen" westlicher Staaten auf den Seehandel seines Landes. Moskau erwartet demnach künftig noch mehr Versuche, russische Öltanker und andere Handelsschiffe festzusetzen.

Russland will seine Handelsflotte mit Kriegsschiffen beschützen. (Archivbild)  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

17. Februar, 19.14 Uhr: Ukrainer und Russen verhandeln über Kriegsende in Genf

Unter dem Eindruck schwerer gegenseitiger Luftangriffe haben Russland und die Ukraine unter US-Vermittlung in der Schweiz ihre zweitägigen Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgenommen.

"Auf der Tagesordnung stehen Sicherheits- und humanitäre Fragen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow bei Telegram mit.

17. Februar, 10.39 Uhr: Außenminister wirft Moskau vor, Bemühungen um Frieden zu untergraben

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Moskau vorgeworfen, mit massiven Angriffen in der Nacht zum Dienstag die aktuellen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu untergraben.

"Das Ausmaß, in dem Russland Friedensbemühungen missachtet: Ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine kurz vor der nächsten Gesprächsrunde in Genf", schrieb Sybiha am Dienstag.

Russland habe 29 Raketen und 396 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, erklärte derweil die ukrainische Luftwaffe. Die Angriffe in der Nacht zum Dienstag seien auf kritische Infrastruktur des Landes gerichtet gewesen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erhob schwere Vorwürfe gegen Russland.  © Soeren Stache/dpa

17. Februar, 9.20 Uhr: Russland meldet Abwehr von mehr als 150 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag mehr als 150 ukrainische Drohnen abgewehrt.

Die Luftverteidigungssysteme hätten 151 ukrainische Drohnen abgefangen oder zerstört, erklärte das russische Verteidigungsministerium. 38 der Drohnen seien über der Halbinsel Krim abgewehrt worden. 79 weitere wurden demnach über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgewehrt.

Es sei eine der "längsten Attacken" in der jüngsten Vergangenheit gewesen, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew. Es habe mehrere Verletzte gegeben, darunter ein Kind.

Mehr zum Thema Ukraine: