Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte durch russischen Luftangriff

Ukraine - Mit einem tödlichen Waffenmix aus Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern greift das russische Militär einmal mehr die Ukraine an. Der Luftalarm schreckt die Ukrainer aus dem Schlaf.

Ein Bomber der russischen Luftstreitkräfte: In der Nacht auf Samstag hat Russland erneut die Ukraine angegriffen. (Archivfoto)  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr wurde in beinahe allen Landesteilen Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet, auch die Hauptstadt Kiew und eine Reihe anderer Städte wurden angegriffen. Allein in Dnipro seien mindestens 14 Zivilisten verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit.

Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer eine unbekannte Zahl von Marschflugkörpern abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

25. April, 10.30 Uhr: Tote und Verletzte durch russischen Luftangriff

Ein massiver russischer Luftangriff hat in ukrainischen Städten Tote, Verletzte und schwere Schäden verursacht.

Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nachts nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Das ukrainische Außenministerium sprach am Morgen danach von mindestens fünf Toten und mehr als 30 Verletzten.

Anzeige
ettungskräfte räumen die Trümmer eines durch einen russischen Angriff zerstörten Wohnhauses weg.  © Mykola Synelnykov/AP/dpa

25. April, 7.27 Uhr: Fake-Report macht Selenskyj zum Kunsträuber!

Im Internet ist eine gefälschte BBC-Reportage aufgetaucht, die einen Gemäldediebstahl in Italien in Verbindung bringt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Erzählt wird in dem Video, dass ein Ende März aus einem Museum in der Nähe von Parma gestohlenes Bild von Paul Cézanne im Präsidialamt Selenskyjs hänge. Behauptet wird, dass Selenskyj das Gemälde von der Mafia bekommen habe. Allerdings ist die gesamte Reportage gefälscht, wie die Sender France 24 und Euronews berichten. So hat die BBC nie eine solche Reportage gemacht und das in den Videos präsentierte "Beweismaterial" ist unecht. So wurde das Cézanne-Bild in eine der Selenskyj-Videobotschaften hinein retuschiert. Im Original hängt nach Angaben der Investigativjournalisten ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru an der Stelle. 

Die Fälschung soll den Recherchen zufolge von einem dem russischen Militärgeheimdienst nahestehenden Netzwerk produziert und verbreitet worden sein. Tatsächlich wurde das Material durch ein Matrjoschka genanntes Netz von kremlnahen Bots gestreut, die schon in der Vergangenheit mit der Verbreitung von gefälschten Meldungen renommierter westlicher Medien aufgefallen sind.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde zuletzt Ziel von russischer Propaganda. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

24. April, 21.42 Uhr: Tote nach russischem Angriff im Gebiet Cherson

Im südukrainischen Gebiet Cherson sind nach Behördenangaben zwei Menschen durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden.

Der Mann und die Frau seien in der Gebietshauptstadt Cherson auf einem Moped unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets bei Telegram mit.

Mindestens neun weitere Zivilisten seien durch vergleichbare Drohnenangriffe in der Frontstadt und an anderen Orten der Region verletzt worden. Zudem erlitten drei Menschen Verletzungen bei einem Artilleriebeschuss des Dorfes Komyschany.

24. April, 16.28 Uhr: Russland und Ukraine tauschen jeweils 193 Kriegsgefangene aus

Ukrainische Angehörige von Armee, Nationalgarde, Grenzschutz und nationaler Polizei seien in ihre Heimat zurückgekehrt, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken.

Das Verteidigungsministerium Russlands in Moskau teilte mit, die freigelassenen russischen Soldaten seien noch in Belarus, wo der Austausch stattgefunden habe.

Zuletzt hatten die Kriegsparteien Anfang März jeweils 500 Gefangene freigelassen.

Bereits vor rund einem Jahr, im Juli 2025, wurden Gefangene ausgetauscht. (Archivfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

24. April, 14.49 Uhr: Sicherheitsgespräche zwischen Selenskyj und Saudi-Arabien

Ukraines Präsident landete Freitag in Dschiddah. Selenskyj hat inmitten des Iran-Krieges engere Beziehungen zu mehreren Golf-Staaten geknüpft und Verteidigungsabkommen geschlossen, unter anderem mit Saudi-Arabien.

Damit soll die Expertise der Ukraine beim Abschuss von Drohnen weitergegeben werden. Die Ukraine entsandte zudem Dutzende Militärexperten in mehrere Länder der Region, wo diese zum Abschuss iranischer Drohnen eingesetzt wurde.

Saudi-Arabien unterhält gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland. Das Land war zudem Gastgeber von Gesprächen mit US-Vertretern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach Angaben aus Kiew in Saudi-Arabien für Gespräche mit Kronprinz Mohammed bin Salman (40) eingetroffen. (Archivbild)  © -/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

24. April, 14.19 Uhr: Kiew entlässt Kommandeure wegen verfälschter Lageberichte

Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen verfälschter Lageberichte aus dem Frontgebiet in der Region Charkiw ihres Postens enthoben.

Das bisherige Kommando habe "die reale Lage verschleiert, eine Reihe von Stellungen ging verloren und es wurden Fehler bei der Versorgung von Soldaten begangen", teilte der Generalstab in sozialen Netzwerken mit. Ausgewechselt wurde neben dem Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade auch der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps.

Den Angaben nach handelt es sich um Frontabschnitte östlich des Flusses Oskil bei der Stadt Kupjansk. Mit Booten und Transportdrohnen werde dort die Versorgung der ukrainischen Einheiten sichergestellt, die durch "systematische Luft- und Raketenangriffe des Gegners" auf die Flussübergänge erschwert sei. Gegen die ehemalige Führung der 14. Sonderbrigade seien dienstliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Ein Mann zieht sein Motorrad auf einer zerstörten Brücke über den Fluss Oskil während einer Evakuierung in Kupjansk. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

24. April, 12.09 Uhr: Russischer Geheimdienst tötet mutmaßlichen Attentäter

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen angeblich geplanten Terroranschlag auf die Führung der russischen Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor verhindert.

Ein Verdächtiger aus Moskau sei bei seiner Festnahme getötet worden, hieß es. Die Behörde wirft ihm und weiteren mutmaßlich Beteiligten vor, die Sprengung eines Autos vorbereitet zu haben. Sie sollen über den Messenger Telegram von ukrainischen Geheimdiensten angeworben worden sein. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Die Zentrale des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. (Archivbild)  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

24. April, 10.37 Uhr: Russland drohen nach Orban-Abwahl schärfere EU-Sanktionen

Nach der Abwahl des in den vergangenen Jahren immer wieder blockierenden ungarischen Regierungschefs Viktor Orban (62) droht Russland eine deutliche Verschärfung von EU-Sanktionen.

Aus dem Kreis der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten gebe es Druck, ein 21. Paket mit Strafmaßnahmen fertigzustellen, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) nach Beratungen bei einem EU-Gipfel in Zypern. Dies würde auch ein klares Signal an Russland senden, dass es nicht darauf hoffen kann, dass der EU bei der Unterstützung der Ukraine irgendwann der Atem ausgehe.

Viktor Orban (62) hatte EU-Sanktionen gegen Russland immer wieder blockiert. (Archivbild)  © Omar Havana/AP/dpa

24. April, 8.14 Uhr: Ehepaar bei russischem Angriff auf Hafenstadt Odessa getötet

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa sind bei einem russischen Angriff zwei Menschen getötet worden.

Es handele sich um ein Ehepaar, beide seien 75 Jahre alt gewesen, schrieb Militärverwaltungschef Serhij Lyssak bei Telegram. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Acht von ihnen befinden sich demnach in medizinischen Einrichtungen. Moskaus Militär habe ein Wohnviertel angegriffen, schrieb Lyssak.

Durch Drohneneinschläge seien mindestens drei Wohnhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Auch auf einem Handelsschiff habe es einen Einschlag gegeben. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht worden sei.

24. April, 6.20 Uhr: Trump kontert nach Ukraine-Aussage von Prinz Harry

Nach der Aufforderung von Prinz Harry (41) an die USA zu einer aktiveren Rolle im Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump (79) zum Konter angesetzt.

Trump habe von der Aussage keine Kenntnis, er wisse nur eines: "Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich", sagte Trump im Weißen Haus auf eine Reporterfrage. "Ich glaube, ich spreche noch eher für das Vereinigte Königreich als Prinz Harry es tut", sagte Trump. "Aber ich weiß seinen Rat sehr zu schätzen."

US-Präsident Donald Trump (79).  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

24. April, 6 Uhr: Putin bei nächstem G20-Gipfel dabei?

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) am G20-Gipfel diesen Dezember in Miami geäußert.

"Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich", sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. "Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte."

Mehr zum Thema Ukraine: