Ukraine-Krieg: Drohne tötet fünf russische Passagiere in Bus

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Ukraine - Mehr als 400 "feindliche Drohnen" sind nach russischen Angaben in der Nacht zu Montag auf die Region der Hauptstadt Moskau zugeflogen.

Sergej Sobjanin (68, r.), Bürgermeister von Moskau, meldete vor wenigen Stunden Angriffe auf die russische Hauptstadt. (Archivfoto)
Sergej Sobjanin (68, r.), Bürgermeister von Moskau, meldete vor wenigen Stunden Angriffe auf die russische Hauptstadt. (Archivfoto)  © KRISTINA KORMILITSYNA / POOL / AFP

"Die meisten" von ihnen seien in größerer Entfernung "neutralisiert" worden, erklärte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin (68) auf der staatlichen Online-Plattform Max.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete außerdem, dass sechs Menschen in der Region Moskau mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien.

Drei von ihnen seien Ausländer, meldete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben. Zunächst war unklar, ob die Verletzungen mit den Drohnenangriffen im Zusammenhang stehen.

Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland
Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

20. Juli, 15.25 Uhr: Ukrainische Drohne tötet Menschen in Bus

In der russischen Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden.

Bei dem Einschlag in der Stadt Schebekino seien auch mindestens 23 Passagiere verletzt worden, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew mit. "Vier Frauen und ein Junge sind an ihren Verletzungen gestorben", sagte er. Der Gouverneur sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Die russische Grenzregion Belgorod wird immer wieder von ukrainischer Seite beschossen. Dabei sterben auch Zivilisten.
Die russische Grenzregion Belgorod wird immer wieder von ukrainischer Seite beschossen. Dabei sterben auch Zivilisten.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

20. Juli, 12.46 Uhr: Mehrere Menschen sterben nach Angriffen aus Russland

Bei russischen Angriffen sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden.

In der Stadt Pawlohrad im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk seien zwei Personen ums Leben gekommen, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram mit.

Weitere 13 seien verletzt worden. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft setzte Russlands Militär dabei Gleitbomben ein und beschädigte mehrstöckige Wohnhäuser und Autos.

Russland überzieht die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
Russland überzieht die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

20. Juli, 10.20 Uhr: Zahlreiche Schäden und Verletze in russischer Hauptstadt

Die Ukraine hat in der Nacht Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen.

Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, schrieb bei Telegram von zehn Verletzten in verschiedenen Städten, Bränden und Schäden.

Seinen Angaben nach lösten herabstürzende Drohnentrümmer in der Industriestadt Podolsk rund 40 Kilometer südlich von Moskau Feuer aus, zivile Infrastruktur und ein Haus wurden beschädigt.

Allein in der ebenso rund 40 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Stadt Domodedowo gab es Worobjow zufolge sieben Verletzte. Sechs von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter drei chinesische Staatsbürger.

Die Ukraine setzt bei ihren Gegenangriffen auf Drohne - in der Region um die russische Hauptstadt Moskau hat das Folgen.
Die Ukraine setzt bei ihren Gegenangriffen auf Drohne - in der Region um die russische Hauptstadt Moskau hat das Folgen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

20. Juli, 6.34 Uhr: Russischer Angriff mit Lenkbomben fordert mehrere Tote

Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden.

Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte.

Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört.

Im russischen Angriffskrieg gerät das südostukrainische Gebiet Saporischschja immer wieder unter Beschuss.
Im russischen Angriffskrieg gerät das südostukrainische Gebiet Saporischschja immer wieder unter Beschuss.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

19. Juli, 21.44 Uhr: Ukraine wirft Russland Angriff auf Schiff vor - Fünf Tote

Die Ukraine hat Russland einen Angriff auf ein Schiff aus dem westafrikanischen Land Guinea-Bissau und die Tötung von mindestens fünf Besatzungsmitgliedern vorgeworfen. Der Getreide-Frachter sei mit Marschflugkörpern in der Schwarzmeer-Region Odessa beschossen worden. Fünf Crew-Mitglieder würden noch vermisst, teilten die Seestreitkräfte mit.

Das Schiff habe sich in der Kampfzone aufgehalten, hieß es. An Bord sei ein Brand ausgebrochen, in dessen Folge mindestens fünf Mannschaftsmitglieder gestorben seien. Das Schicksal von fünf weiteren Besatzungsmitgliedern sei unklar. Die Suche nach ihnen laufe, hieß es.

Nach einem russischen Raketenangriff im Schwarzen Meer steigt Rauch aus dem unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Getreidetransporter "Golden Leo" auf.
Nach einem russischen Raketenangriff im Schwarzen Meer steigt Rauch aus dem unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Getreidetransporter "Golden Leo" auf.  © Michael Shtekel/AP/dpa

19. Juli, 16.57 Uhr: Trump fordert, Iran ins Russland-Sanktionspaket aufzunehmen

US-Präsident Donald Trump (80) hat seine republikanische Partei aufgefordert, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen.

"WICHTIG!!!", schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. "Das wollte Lindsey tun", ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt.

US-Präsident Donald Trump (80) scheint das Sanktionspaket gegen Russland endlich voranzutreiben.
US-Präsident Donald Trump (80) scheint das Sanktionspaket gegen Russland endlich voranzutreiben.  © Saul Loeb/Pool AFP/AP/dpa

19. Juli, 13.59 Uhr: Ukrainische Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

Die Ukraine hat mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land ausgelöst.

In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte nur, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten.

Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)
Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

19. Juli, 11.56 Uhr: Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew - Opfer

Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt.

Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew" sowie von einem Toten und 16 Verletzten.

"Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

18. Juli, 22.27 Uhr: Selenskyj verspricht Demonstranten Entscheidungen zur Armee

Vor dem Hintergrund anhaltender Proteste gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) Gespräche mit Militärs geführt.

"Natürlich höre ich, was die Leute sagen", versicherte der Staatschef in einer Videoansprache. Dabei habe er auch "lange" mit Fedorow und ebenso mit Armeechef Olexander Syrskyj (61) gesprochen. "Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet", versprach Selenskyj, ohne Details zu nennen.

Parallel dazu demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten den dritten Tag in Folge wieder mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Die Hauptforderung war dabei aber inzwischen eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Ein Konflikt zwischen Syrskyj und Fedorow gilt als Hintergrund für den von Selenskyj vorgenommenen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums.

Demonstranten beklagen die Entlassung des Verteidigungsministers Fedorow.
Demonstranten beklagen die Entlassung des Verteidigungsministers Fedorow.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

18. Juli, 19.32 Uhr: Tote nach russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk

Bei russischen Bombenangriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen getötet worden.

Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Die russische Luftwaffe habe drei Gleitbomben abgeworfen. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner ein weiteres Mal zur Flucht aus den frontnahen Gebieten auf. Kramatorsk ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Bei Bombenangriffen auf Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)
Bei Bombenangriffen auf Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire/dpa

18. Juli, 14.14 Uhr: Selenskyj - Schläge sind Antwort auf russische Angriffe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) veröffentlichte einmal mehr bei Telegram ein Video, auf dem schwarze Rauchsäulen am blauen Himmel zu sehen sind - sowie eine fliegende Drohne und Feuer.

Getroffen worden seien die beiden wichtigen Logistikzentren in den Gebieten Moskau und Tambow, 500 und 700 Kilometer von der ukrainischen Frontlinie entfernt, sagte er. In den Zentren seien mit westlichen Sanktionen belegte Bauteile für Drohnen und Navigationsausrüstung gelagert gewesen, behauptete er.

Bei den Angriffen handele sich um eine Antwort auf die russischen Angriffe gegen ukrainische Infrastruktur, sagte Selenskyj.

Titelfoto: Vadim Ghirda/AP/dpa

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