Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt weitere Gespräche mit Russen für Samstag an

Ukraine - Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen an Fahrt auf.

Donald Trump (79) traf sich am Donnerstag mit Wolodymyr Selenskyj (47) in Davos.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Erstmals nach monatelanger Pause wollen die Kriegsparteien heute wieder auf offizieller Ebene miteinander reden - in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, unter Vermittlung der USA.

Die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi soll der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden, nachdem es gestern bereits gesonderte Gespräche mit der US-Regierung gab.

Zunächst hatte US-Präsident Donald (79) Trump am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) geredet.

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Am Abend reisten dann der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) nach Moskau, wo sie von Kremlchef Wladimir Putin (73) empfangen wurden.

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23. Januar, 20.15 Uhr: Selenskyj kündigt weitere Gespräche mit Russen für Samstag an

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Kiews Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt.

"Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.

"Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind", sagte Selenskyj. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenskyj.

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23. Januar, 17.17 Uhr: Gespräche zwischen Russen und Ukrainern in Abu Dhabi haben begonnen

Die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland seit Monaten haben begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. Die von den USA vermittelten Verhandlungen, die auch am Samstag fortgesetzt werden sollen, finden in der Hauptstadt des Golfstaats, Abu Dhabi, statt.

Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht.

Die Gespräche finden in Abu Dhabi statt.  © Sina Schuldt/dpa

23. Januar, 16.12 Uhr: Ukraine, Russland und USA reden über Kontrolle im Donbass

Bei den ersten direkten Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland seit Monaten geht es im Kern darum, wer nach einem Ende des Krieges die ostukrainische Industrieregion Donbass kontrollieren wird.

"Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) vor den Verhandlungen in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch der Kreml nannte den Donbass als wichtigsten Punkt des Treffens unter Beteiligung der USA.

Bei den Unterredungen an diesem Freitag und am Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren, sagte Selenskyj. Nach Auskunft seines Beraters Dmytro Lytwyn war der Beginn der Gespräche für den Abend geplant.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) setzt bei den Friedensverhandlungen weiter auf US-Präsident Trump (79).  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

23. Januar, 11.41 Uhr: Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen in der Ostukraine

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ostukraine mindestens vier Zivilisten getötet worden, darunter ein fünfjähriger Junge.

Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk auf Facebook mit. Zu den verletzten Opfern in der Ortschaft Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk zählten drei Minderjährige. Die Siedlung ist gut 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Im ostukrainischen Gebiet Donezk gehören russische Drohnenangriffe selbst Dutzende Kilometer von der Front entfernt zum gefährlichen Alltag. Eine weitere Attacke forderte Opfer unter Zivilisten. (Archivbild)  © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire/dpa

23. Januar, 11.40 Uhr: Verhandlungen in Abu Dhabi über Donbass-Frage

Bei den von den Washington angeregten dreiseitigen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA wird es nach Angaben aus Kiew vor allem um Gebietsfragen gehen.

"Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten zu den Verhandlungen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Bei den Unterredungen an diesem Freitag und am Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren. Der Auskunft seines Beraters Dmytro Lytwyn nach ist der Beginn der Gespräche in den Arabischen

23. Januar, 6.35 Uhr: Von der Leyen sieht neuen Ukraine-Plan auf der Zielgeraden

Die Arbeiten an einem milliardenschweren Aufbauplan für die von Russland angegriffene Ukraine sind nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitestgehend abgeschlossen.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und die Ukraine stünden kurz vor einer Einigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Der Plan zeige auf, wie der Wohlstand der Ukrainedirekt nach einem Waffenstillstand oder Frieden gesteigert werden könne.

23. Januar, 6.34 Uhr: Ukrainer und Russen wollen in Abu Dhabi über Frieden reden

Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen an Fahrt auf.

Erstmals nach monatelanger Pause wollen die Kriegsparteien heute wieder auf offizieller Ebene miteinander reden - in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, unter Vermittlung der USA. Die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi soll der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden, nachdem es gestern bereits gesonderte Gespräche mit der US-Regierung gab.

Nach Gesprächen in Davos und Moskau über ein Ende des Ukraine-Kriegs verlagern sich die Verhandlungen nach Abu Dhabi. (Archivbild)  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/Stephanie Lecocq/Pool Reuters/dpa/dpa

23. Januar, 6.34 Uhr: Moskau bestätigt Teilnahme an Ukraine-Treffen in Abu Dhabi

Russland hat nach Gesprächen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml erstmals seine Teilnahme an Verhandlungen mit der Ukraine heute in Abu Dhabi bestätigt.

Die russische Delegation werde angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Nachrichtenagenturen in Moskau zufolge.

Zuvor hatte bereits der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Team für die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate benannt. Die USA sind als Vermittler mit dabei.

23. Januar, 6.33 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff nach dreieinhalb Stunden beendet

Nach mehr als 3,5 Stunden sind in der Nacht die Verhandlungen in Moskau über ein Ende des Kriegs in der Ukraine zu Ende gegangen.

Das teilte der Pressedienst des Kremls nach dem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff mit. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Bei dem Treffen ging es auch um die weitere Verwendung der in den USA wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraineeingefrorenen Vermögenswerte und um die Einladung Russlands in den von der US-Regierung gegründeten "Friedensrat".

Es wird weiter um eine Lösung im Ukraine-Krieg gerungen. Kremlchef Putin (73, l.) empfängt einmal mehr Unterhändler aus den USA, doch ob ein Frieden näher rückt, bleibt weiter unklar.  © Uncredited/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

22. Januar, 6.32 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff im Kreml hat begonnen

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden.

Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert - aber keinen Durchbruch gebracht.

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